Brückenschlag mit „A Coral Room“

A Coral Room

„A Coral Room“ nennt sich die neue Band von Matthias Vogt, Oliver Leicht und Oli Rubow.

Wenn Jazz-Musiker frei improvisieren können, ist das Herausforderung und Erfüllung zugleich. Dass Musiker dies auf dem Feld der elektronischen Musik probieren, ist eher die Ausnahme. Genau dieses Experiment wagen die drei Jazz-Musiker Matthias Vogt, Oliver Leicht und Oli Rubow unter dem Projekt-Namen „A Coral Room“ nach dem Song von Kate Bush, der auf ihrem 2005er Album „Aerial“ erschienen ist. Matthias Vogt versteht sein neues Projekt als Brückenschlag, „weil es zwischen elektronischer Musik und freier Improvisation (Jazz) steht“. In beiden Genres kennt sich Vogt perfekt aus. So spielt er als gelernter Jazz-Pianist unter anderem in der Gruppe [re:jazz], die sich darauf spezialisiert hat, Originalversionen elektronischer Musik im Jazz-Gewand zu präsentieren. Fünf [pullquote align=“left|center|right“ textalign=“left|center|right“ width=“30%“]“Kate Bush hat schon immer mit verschiedensten Bausteinen gearbeitet. Nur so werden gute Songs lebendig!“
Matthias Vogt[/pullquote]Alben hat die Frankfurter Gruppe inzwischen eingespielt und hat schon Konzerte in Yokohama gegeben. Parallel ist Vogt als DJ unterwegs, hat in Tokio, New York, Amsterdam und Moskau aufgelegt, war als DJ von Spanien bis Australien so ziemlich überall unterwegs und hat sich gleichzeitig als House-Musik Produzent einen Namen gemacht. So spielt Oliver Leicht (Klarinette, Saxophon) unter anderem in der HR BigBand und bei [re:jazz] mit, hat mit Paul Kuhn und Peter Herbolzheimer zusammengearbeitet. Oli Rubow ergänzt das neue Trio an den Drums. Rubow hat bereits mit den Fantastischen Vier gespielt, mit Bürger Lars Dietrich oder Hellmut Hattler.

Wie das Zusammenspiel der drei Jazzer mit ausgesprochenem Faible für elektronische Musik und dem Hang zum Experimenten in der Praxis funktioniert, hat jüngst in einem Artikel in der Zeitung „Main-Spitze“ Stephan A. Dudek erklärt: „Jeder der drei bringt vorproduzierte Sounds, Samples und Loops in das freie Feld der Improvisation mit. Konzeptionell steht A Coral Room für ‚die Summe der gesammelten Erfahrungen‘. Jeder der drei bringt seinen Personalstil mit, doch drei Köpfe erzeugen drei Mal unterschiedlichen Input.“ Das hält die drei Muiker trotzdem nicht davon ab, von diesem Konzept auch wieder abzuweichen. Für einen Sampler haben sie inzwischen das Stück „Überfahrt“ produziert, das Album soll noch im Herbst erscheinen, verrät Matthias Vogt.

Weitere Infos zu „A Coral Room“ gibt es auf Facebook, mehr zu Matthias Vogt hier. Ein Interview mit Matthias Vogt, in dem er auch erklärt, wie es zur Namensgebung der Band kam, wo er Parallelen zu Kate Bush sieht und ob es weitere Konzerte der Bands gibt, folgt in wenigen Tagen.

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