Vor 40 Jahren: Die Tour of Life

Hamburg, Stuttgart. München, Duisburg, Mannheim und Frankfurt – sechs Konzerte hat Kate Bush 1979 zu ihrer europaweiten Tour of Life zwischen dem 28. April und 10. Mai in Deutschland gegeben. Eine Tour, die Maßstäbe gesetzt hat, was die künstlerische, visuelle und technische Seite betrifft. Eigens für ihre Shows wurde das Headset erfunden, damit Kate auf der Bühne Bewegungsfreiheit hatte und sowohl singen wie gleichzeitig auch tanzen konnte. Schon 1979 vereinte sie Tanz, Pantomime, Magie, Theater-Elemente und Poesie mit ihrer Musik zu einer Inszenierung, die von Publikum und Kritik gleichsam gefeiert wurde. Wie akribisch sich das Team um Kate auf diese Tournee vorbereitet hat, zeigen nicht nur die Tour-Dokumentationen der BBC und die 40-minütige Dokumentation von Albert Krogmann vom SWF, sondern auch Bilder, die vor Jahren im englischen Forum aufgetaucht sind. So gab es beispielsweise detaillierte Zeichnungen für das Bühnenset, Anweisungen für Lichteffekte und Stoffmuster für Kates Outfit zu den jeweiligen Songs. Zusätzlich gab es Skizzen, welche Kostüme Kate im Verlauf der Show trägt. Unveröffentlichte Fotonegative zeigen die Proben zur Tour, zudem gibt es Fotos von den Generalproben. Auf weiteren Dokumenten kann man für jeden Song einen genauen Ablaufplan für Tänzer, Band und Beleuchtung erkennen. Die Show war bis ins kleinste Detail durchgeplant.


2 Kommentare

    • Dieter Göhre on 7. Mai 2019 at 22:50
    • Antworten

    40 Jahre!!
    Ist bei mir heute (7.5.2019) auf den Tag auch genau 40 Jahre her.
    Das Konzert in Köln/Gürzenich wurde gecancelt – bzw. nach Duisburg verlegt. Es war natürlich längst alles ausverkauft und ich hatte die Hoffnung auf eine Karte schon aufgegeben, als eine Schulfreundin (ein Jahr vorher war Abi, aber wir standen ja alle noch in Kontakt) mich fragte, ob ich nach „Kate Bush – kenn‘ ich nich‘, aber mein Chef hat mich eingeladen… und mit DEM will ich da nicht hin!“ möchte. Aber sowas von!!!
    24,00 DM! für damalige Konzertpreise schon sehr hoch, 20 Mark war so die Schmerzgrenze. (Zum Konzert selber brauche ich wohl nichts schreiben…)
    In Duisburg saß ich dann auf der Empore der Mercatorhalle in der ersten Reihe in der Mitte, genau über dem Soundmixer, ich hätte seine Brötchen schnappen können, neben mir ein deprimierter, zum Glück mir unbekannter „Chef meiner Schulfreundin“, auf der anderen Seite Jens Knör, der Bruder von Jörg Knör. Auf dessen Fotos (10 DM habe ich ihm schon mal angezahlt) vom Konzert warte ich übrigends immer noch…
    In der Pause habe ich dann noch Alfred Biolek getroffen und ihm für diese sensationelle Musikentdeckung gedankt.
    In London war ich dann 12917 Tage später.
    Dieter

    1. sehr schön 🙂

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