Happy Halloween: Kates Faible für Horror-Filme

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When I was a child running in the night afraid of what might be
Hiding in the dark, 
hiding in the street / And of what was following me
Now hounds of love are haunting
I’ve always been a coward and I don’t know what’s good for me

experiment4gDass Kate Bush ein Faible für Horror-Filme hat und sich von ihnen musikalisch inspirieren lässt, weiß man nicht erst seit dem Titelsong des Albums „Hounds of Love“. Der startet mit der Textzeile „It’s in the trees…it’s coming“ – einem Zitat aus dem Film „Night of the Demon“. James Gracey hat in seinem Blog einen Beitrag veröffentlicht, in dem er sehr penibel alle Bezüge zum Horror-Genre in Kates Musik nachspürt – wenige Tage vor Halloween ein lohnenswertes Thema.

„Wenn man einen genaueren Blick auf ihre Arbeit wirft, wird deutlich, dass Bush so etwas wie ein Horror-Fan ist und dabei auf eine Reihe von Quellen zurückgreift, um ihren Kompositionen eine blutig-düstere Tiefe zu verleihen“, schreibt Gracey in seinem Aufsatz und listet Kates Klassiker „Wuthering Heights“ als erstes kate_bush_21Beispiel auf. „Das Gothic-Genre der Literatur verbindet Elemente aus Horror und Romantik und hatte einen enormen Einfluss auf die frühen Horror-Filme im Kino“, schreibt Gracey über den Buch-Klassiker.  Immerhin kann es zart-beseelte Menschen durchaus gruseln, wenn dann im Song eine tote Hauptdarstellerin namens Cathy mit ihrem noch höchst lebendigen Heathcliff wiedervereint werden will.

Dass der Song „Hammer Horror“ eine Homage an die englischen Horror-Filme der Produktionsfirma „Hammer“ ist, versteht sich von selbst, Gracey sieht zudem starke Bezüge zu dem Film „The man with a 1000 faces“ mit James Cagney. Bezüge zu Mephisto in Murnaus Adaption von Goethes Faust sieht der Autor beim Cover von „Never for ever“. Truffauts „The Bride Wore Black“ mit Jeanne Moreau habe zudem den Song „The wedding list“ inspiriert, der Film „The Innocents“ gilt als Inspirationsquelle für den Song „The infant kiss“. Für „Get out of my house“ stand laut Gracey Stephen Kings Buch „The Shining“ Pate. Er schreibt: „In diesem Lied nutzt Bush das Bild des Hauses mit seinen labyrinthischen Gängen als Metapher für ihre Psyche. Erotische Unterstellungen beinhalten in Zeilen wie ‘No stranger’s feet will enter me/I wash the panes/I clean the stains’ auch klare Horror-Untertöne. Zumal man davon ausgehen kann, dass des sich bei den Flecken (stains) um Blut handele.

Bei „Hello Earth“ stammt der gregorianische Choral ursprünglich aus Werner Herzog’s Film „Nosferatu“. Kate selbst hat den Song-Zyklus „The ninth wave“, zudem auch „Hello Earth“ gehört, mal als „all my own personal nightmares put into song“ bezeichnet. So auch „Watching you without me“, wo die Protagonistin ihr eigenes Haus als Geist besucht und niemanden auf ihre Anwesenheit aufmerksam machen kann. Und auch bei „Experiment IV“, wo Kate sich im Video selbst in eine Horror-Gestalt verwandelt, sind die Bezüge offensichtlich.

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