
In Berlin wird in diesem Jahr zum Most Wuthering Heights Day Ever tatsächlich ein Jubiläum gefeiert und in Aachen eine Premiere. Wenn am 18. Juli im Berliner Görlitzer Park gewohnt viele Cathys zu Kates Song Wuthering Heights sich ins kleine Rote schmeißen, dann findet die Veranstaltung bereits zum 10. Mal statt. Im Länderdreieck Deutschland, Niederlande, Belgien hingegen wird erstmals der Most Wuthering Heights Day Ever gefeiert – am Sonntag, 12. Juli, um 12 Uhr auf der Wiese am Hangeweiher in Aachen. Organisiert wird die Veranstaltung von Carsten Breitbarth, der noch Unterstützung braucht und unter https://tmwhde.de/aachen/ eine entsprechende Seite eingerichtet hat. Der Ablaufplan: 12.10 Uhr Durchgehen der Choreographie, 12.25 Uhr die erste Tanzrunde, zehn Minuten später die zweite Tanzrunde und danach ein Gruppenfoto. Anleitungen für die Choreo gibt es natürlich auch im Netz und beim Original-Video. Warum Carsten erstmals in Aachen den Most Wuthering Heights Day organisiert, lest ihr im Interview mit ihm:
Du organisierst erstmals in Aachen für das Länderdreieck Deutschland, Niederlande Belgien einen Most Wuthering Heights Day. Warum reicht es Dir nicht, einfach nach Köln zu fahren und dort zu tanzen?
Carsten: Da hilft ein Blick auf die Historie: Ich bin ja auch Wikipedia-Autor. Häufig stoße ich zufällig auf Themen, die ich dafür interessant finde, etwa in meiner Aachener Zeitung, und notiere sie mir in meinem „Backlog“. So habe ich vor einiger Zeit auch ein Video von einem The Most Wuthering Heights Day Ever entdeckt, was mich angesprochen hat. Im September 2025 habe ich dann den deutschen Wikipedia-Artikel dazu erstellt. Zweiter Teil der Geschichte: Mit Beginn des Jahres 2027 starte ich meine passive Altersteilzeit. Schon seit mehr als einem Jahr bin ich daher auf der Suche nach Ehrenämtern und anderen sinnvollen Tätigkeiten. Da ich das Event selber so schräg finde, dass es schon wieder Kunst ist, stand es sofort auf meiner entsprechenden Liste. Der Plan war, dieses Jahr einmal locker Kontakt zu den Organisatoren in Köln zu suchen, um zu erfahren, was es für Herausforderungen bei der Planung gibt. Und dann im nächsten Jahr damit zu starten. Das ging in dem Sinn schief, dass mich auf meine Mail im März Stephan Hellweg anrief, einer der Kölner Organisatoren, und mich im Gespräch überzeugen konnte, dass das gar nicht so viel Arbeit ist. Was allerdings rückblickend doch nicht stimmt. Es wird benötigt: eine Lizenzvereinbarung mit Sam Wareing, der weltweiten Koordinatorin des Events; ein Antrag zur Genehmigung einer Veranstaltung an die Stadt Aachen; eine Ausnahmegenehmigung nach Landesimmissionsschutzgesetz; mindestens eine Cathy, die in der Lage ist, die Choreografie sicher zu vermitteln. Gerade zum letzten Punkt bin ich nun ein kleiner Experte im erfolglosen „Klinkenputzen“ geworden – leider reißt sich keiner um diese Aufgabe. Daher mein dringender Aufruf: Meldet euch, wenn ihr das könnt und in Aachen machen würdet! Einfach nur nach Köln fahren ist zum Mitmachen prima. Aber die Herausforderung ist es doch, das Event selbst zu organisieren.

Wenn man also am 12. Juli nach Aachen kommen will, was sollte man mitbringen?
Carsten: Neben guter Laune und möglichst roter Kleidung wäre es sinnvoll, ein wenig Kenntnis der Choreografie mitzubringen. Es gibt etliche Anleitungsvideos im Internet dazu.
Warum findet die Veranstaltung eigentlich schon am 12. Juli statt und nicht näher an Kates Geburtstag, der ja am 30. Juli ist?
Carsten: In Aachen gibt es im Sommer immer eine Menge an Veranstaltungen. Eine entsprechende Recherche hat dann schlicht zu diesem Termin geführt. Da halte ich es auch mit Elisabeth II, die ihren Geburtstag häufig nicht im April, sondern im Sommer, bei besserem Wetter, gefeiert hat. Größte Konkurrenz ist nun nur noch die Tour de France.
Zum Aufruf zur Veranstaltung hast Du geschrieben, dass auch Du mit 14 vor dem Fernseher gesessen hast und den Auftritt von Kate bei Bios Bahnhof gesehen hast, als sie erstmals überhaupt im Fernsehen Wuthering Heights gesungen hat. Welche Bedeutung hat das Lied für Dich?
Carsten: Keine tiefere, es ist einfach ein schöner Song von Kate Bush, deren Musik ich seit je her immer gern gehört habe.
Kate erlebt insbesondre bei jüngeren Menschen gerade wieder eine Renaissance, vor allem mit Songs wie Running Up That Hill und Army Dreamers, aber auch Wuthering Heights war eigentlich immer präsent. Gibt es Songs von ihr, die Dich durch das Leben begleitet haben?
Carsten: Ich habe mir immer ihre neuen Alben geholt und war immer wieder „hin und weg“ von ihren Liedern. Eines mit spezieller Bedeutung ragt da nicht heraus, das ist aber auch bei mir meist bei anderen Künstlern so. Typisch ist es auch, dass ich beim ersten Hören eines Albums bei einem Lied hängen bleibe und das dann in einer Schleife über zwei Stunden lang höre. Dadurch wird es aber auch nicht zu einem Lieblingslied, die habe ich nicht konkret, sondern trägt dazu bei, dass ich den Künstler zu schätzen lerne.

















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