Darauf einen Chardonnay

Chardonnay

Foto: Klaus Reddmann

Beim Stöbern nach Neuigkeiten über Kate Bush stößt man manchmal auf ganz ungeahnte, wundervolle Schätze. Kate’s Lied „The Morning Fog“ aus dem Songzyklus „The Ninth Wave“ vom 1985er Album „Hounds Of Love“ war der Namensgeber zu dieser Seite. Und wenn man im weltweiten Netz die Spuren des Morgennebels nachverfolgt, findet man viele Hinweise auf Filme, in denen der Morgennebel nur so durch die Gegend wabert. Und irgendwann landet man auch auf einer Seite aus Kalifornien: einem Weingut der Familie Wente. Knapp 100 Kilometer östlich von San Francisco gelegen, wurde es 1883 von dem deutschen Einwanderer C. H. Wente gegründet und befindet sich noch heute in Familienbesitz. In der 4. Generation betreiben Eric, Philip und Carolyn Wente das über 1000 Hektar große Anwesen. Zu den Weinen, die in den Wente Vineyards produziert werden, gehört auch ein Chardonnay aus dem Livermore Valley, der eine besondere Geschichte hat, die auf der Internetseite www.wentevineyards.com erklärt wird: „An jedem Morgen im Sommer schiebt der Wind die Nebelschwaden vom Pazifik her in die San Francisco Bay. Hier bilden sich tiefe Nebelbänke, die an den East Bay Hills hängen bleiben. Nur an einem Ort, dem Livermore Valley, mit seiner einzigartigen Ost-West-Ausrichtung, dringen die Nebelbänke weiter östlich vor und kühlen dort die Luft ab. Dieses tägliche Phänomen erzeugt das mediterrane oder maritime Klima, das es so weltweit nur ganz selten gibt. Und es macht die San Francisco Bay und das Livermore Valley ideal für den Anbau von Weinen, die schön ausgewogen sind. Dieser Chardonnay namens Morning Fog ist eine Hommage an dieses seltene Klima.“ Auch wenn ich den Morning Fog-Chardonnay noch nicht gekostet habe, klingt die Beschreibung selbst für bekennende Rotwein-Genießer verlockend: „Der cremige Morning Fog Chardonnay zeichnet sich durch exotische Fruchtaromen, dezente Barrique-Noten, Aromen von Vanille und Zitrus aus. Dieser füllige, trockene Weißwein schmeckt verführerisch frisch.“ Produziert werden neben dem Chardonnay auch diverse Rotweine – und der deutschen Tradition folgend – Riesling. Im Jahr 2011 wurde das Weingut als „American Winery oft the Year“ ausgezeichnet. Vielleicht auch, weil man über die Weinproduktion hinaus sich gut zu vermarkten weiß: Vom Restaurant bis zum Golfplatz gibt es ein umfangreiches Angebot und selbst regelmäßige Konzerte werden auf dem Gut veranstaltet. Künstler wie John Fogerty, Foreigner, Earth, Wind & Fire und Sheryl Crow haben dort schon gespielt. Wenn Kate jemals wieder ein Konzert geben sollte, dann vielleicht auch noch in den USA auf Tour ist, könnte dies der geeignete Platz sein. Erst die Musik, danach ein Fläschchen Morning Fog-Chardonnay. Wer den bei uns kosten will, kann ihn übrigens hier ergattern. Der aktuelle 2009er-Jahrgang ist zwar gerade ausverkauft, aber Nachschub folgt. Der Betreiber der Seite war übrigens so nett, das Bild von der Weinflasche ganz unkompliziert kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Darauf einen Chardonnay!

1 Kommentar

  1. Was du nicht alles findest:-) Das werde ich mal im Auge behalten und, wenn wieder verfügbar, eine Flasche ordern. Prost!

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