Um punkt 16 Uhr öffnen die Tore zum Ticketschalter. Und kurz drauf halte ich den addressierten Umschlag mit dem Ticket in der Hand. Endlich. Zwei Ehrenrunden um die Kirche, zurück ins Hotel, frisch machen und kurz drauf ab zum „Picknick“. Lecker. Sehr lecker. Aber ein zweites Ticket oder ein zweites Konzert wäre mir deutlich lieber gewesen. Links neben mir jemand aus dem englischen Forum, schräg gegenüber ein sehr nettes Paar aus Mainz, rechts ein netter Engländer. Und wir quatschen beim Essen. Mit dem Engländer über Faußball, aber natürlich auch
pausenlos über Kate – und man spürt deutlich, wie angespannt wir alle sind. Zur Begrüßung gab es schon ein Tourheft… um genauer zu sein ist es ein Buch. Wie liebevoll das gestaltet ist, entdecke ich erst nach dem Konzert. Ich traue mich nicht es auszupacken, hinterher landet noch was von dem Essen auf dem Buch und Rotweinflecken machen sich auch nicht so gut. Beim Merchandising-Stand gibt es alles, was das Fan-Herz begehrt: Poster, T-Shirts, Anstecknadeln. Eine Kaffee-Tasse und eine Kapuzenjacke landen in meiner
Tasche und ein zweites Tourbook. Noch eine Stunde bis zum Konzert. Die Nerven flattern. Wird das Konzert so, wie ich es mir erträumt habe? Wie tritt jemand auf die Bühne, die 35 Jahre lang keine Konzerte mehr gegeben hat? Wie reagiert das Publikum? Wie hört sich Kate live an? Wie geht man mit all den Emotionen um, die da auf einen einprasseln? Kann man diese hohen Erwartungen überhaupt erfüllen? Irgendwann blicke ich mich in der Kirche um. Ich hab mich nicht getraut nachzusehen, aber die Liedzeile aus Why should I love you? geht mir da schon nicht mehr aus dem Kopf. Und gelächelt hat er auch bestimmt. Und dann kommt das, was mich vollkommen umgehauen hat und mich Tage später noch nahezu sprachlos macht…
Sep. 01 2014
2 Kommentare
Schöner Cliffhanger – bitte mehr ! 😉
moin,
hier melden sich die mainzer ! na das war doch was !
Eine große Opernshow mit Requiem und Wiederauferstehung.
Wir sind immer noch versunken in der ninth wave…..olaf+natalya