Happy Birthday, Kate!

In diesem Jahr war ich beim ersten The Most Wuthering Heights Day Ever in Aachen. Karsten hatte das organisiert und ich habe mich ins kleine Rote geschmissen und die Blume ins Haar gesteckt. Elegant ist anders. Noch auf der Hinfahrt beschlich mich so ein leichtes Gefühl, die Zahl der Teilnehmer könnte im ungünstigsten Fall einstellig bleiben. Fährt man dann schnell besser wieder zurück? Muss man da einfach durch? Parkplatz gesucht, vor uns steigen gerade drei Frauen in roten Kleidern aus dem Auto. Puh. Vielleicht sind es doch zehn Leute. Es waren dann 45 Menschen in Rot, wir haben zu Kates Musik getanzt und gelacht und viel Spaß gehabt. Es war genau so, wie es sein sollte. Eine Woche vorher hat der erste TMWHDE in Potsdam stattgefunden – unter der Schirmherrschaft der Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Manja Schüle. Für Schüle war der Flashmob mehr als nur eine Hommage an ein großartiges Buch und einen ikonischen Song, wie man auf der Internetseite des Ministeriums nachlesen kann: „Er steht für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Solidarität – Werte, die gerade heute wieder unter Druck geraten. Deshalb ist dieser Nachmittag ein sichtbares Zeichen von Haltung: mit roten Kleidern und der legendären Choreografie zu Kate Bushs ‚Wuthering Heights‘.“ 200 Menchen waren in Potsdam dabei. Weltweit wird der Tanz zu Kates Musik rund um ihren Geburtstag aufgeführt und wer die Bilder vom vergangenen Wochenende gesehen hat, wo im englischen Folkestone gleich Hunderte Menschen ausgelassen feiern, kann ermessen, was Musik, in diesem Fall Kates Musik, erreichen kann: Menschen zusammenzuführen.
Gestern war ich in meiner Heimatstadt bei einer Mahnwache für das Opfer und die Verletzten nach dem Attentat zum Berliner CSD. Die passende Musik von Kate war nur in meinem Kopf. Kashka from Baghdad lives in sin they say. With another man. Ein Song von 1978. Zu der Zeit nicht das typische Thema eines Pop-Songs. There’s light in love you see. I watch their shadows. Tall and slim in the window opposite. I long to be with them. Kates Musik war vom ersten Ton an mit Wuthering Heights anders als all das, was ich vorher gehört habe. At night they’re seen. Laughing, loving. They know the way to be happy. Und ganz egal, ob ich Hügel raufrenne, den Cloudbuster anschmeiße und weiß, dass etwas Gutes passieren wird, ich bei jeder Taube, die ich höre, die Musik von Kate erkenne oder im Winter die Schneeflocken zähle und die Zeile The world is so loud, keep falling, I’ll find you summe – Danke, Kate. Und alles Gute zum Geburtstag! (Und mach‘ bitte voran mit dem nächsten Album.)

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