{"id":6165,"date":"2019-11-20T07:15:12","date_gmt":"2019-11-20T06:15:12","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=6165"},"modified":"2019-11-19T22:25:44","modified_gmt":"2019-11-19T21:25:44","slug":"inspirationen-fuer-directors-cut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/morningfog.de\/?p=6165","title":{"rendered":"Inspirationen f\u00fcr Director&#8217;s Cut"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"381\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/dc-ernst2-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6173\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/dc-ernst2-2.jpg 640w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/dc-ernst2-2-300x179.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/kateeisenstein400.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist kateeisenstein400.jpg\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>So wie es f\u00fcr Songs und Texte von Kate oftmals bekannte Inspirationsquellen wie Filme und B\u00fccher gibt, gilt das auch f\u00fcr viele Bilder von Kate. Am deutlichsten wird das bei der Gestaltung des Booklets f\u00fcr das Album Director\u2019s Cut, wo sie sich gleich mehrfach an ber\u00fchmten Vorbildern orientiert hat \u2013 so etwa am ber\u00fchmten Foto, das den sowjetischen Filmregisseur Sergei Eisenstein (\u201ePanzerkreuzer Potemkin\u201c) mit der Schere in der Hand beim Sichten von Filmnegativen zeigt. Kate hat das Foto f\u00fcr das Booklet detailgetreu nachstellen lassen, von der Schere in der Hand bis zum Schwarzwei\u00df-Look, dem wei\u00dfen Hemd, der Krawatte und selbst den Hosentr\u00e4gern. Auch bei den weiteren Motiven hat sie sich bei einer ber\u00fchmten Vorlage bedient \u2013 dem 1934 von Max Ernst ver\u00f6ffentlichten surrealistischen Collageroman \u201eUne semaine de bont\u00e9\u201c, der heute vielen als erste Graphic Novel gilt. Und wer sich \u00fcber Kates Label Fish People wundert, kann neben dem vielleicht offensichtlichen Bezug zur englischen Science Fiction-Serie \u201eDoctor Who\u201c genau bei den Zeichnungen von Max Ernst f\u00fcndig werden, der Menschen mit Vogel- oder Fischk\u00f6pfen abbildet. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/dc-ernst-train-2.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der in der N\u00e4he von K\u00f6ln geborene Ernst schloss sich 1919 der K\u00f6lner Dada-Gruppe an, lebte und arbeitete ab 1922 in Paris und wurde einer der bedeutendsten K\u00fcnstler der surrealistischen Bewegung. &nbsp;\u201eMit seinen Gem\u00e4lden, Collagen Skulpturen schuf der K\u00fcnstler r\u00e4tselhafte Bildkombinationen, bizarre Wesen, die h\u00e4ufig V\u00f6gel darstellen, und phantastische Landschaften\u201c, hei\u00dft es auf Wikipedia zu seinen Werken. In \u201eUne semaine de bont\u00e9\u201c (\u201eDie Woche der G\u00fcte\u201c) ist das ausf\u00fchrlich zu betrachten. Dabei hat sich Ernst hier selbst bei Vorlagen bedient: vorzugsweise bei Holzstichen aus dem 19. Jahrhundert von dem franz\u00f6sischen Illustrator Gustav Dor\u00e9. Spannend ist das Werk, weil Ernst in seinen Zeichnungen auf absurde Weise Themen wie Eifersucht, Tod und Mord aufgreift und es wie eine Vorahnung des drohenden Krieges wirkt (Ernst\u2018 Werke galten unter den Nazis als \u201aentartete\u2018 Kunst), gleichsam wirkte das graphische Buch 1934 wie ein Versuch, dem sterbenden Medium Stummfilm neues Leben einzuhauchen. Kate hat sich erkennbar bei zwei der \u00fcber 180 Motive aus \u201eUne semaine de bont\u00e9\u201c bedient. Eines zeigt eine Szene in einem Zugabteil, das andere ein Paar beim Kuss. Handwerklich umgesetzt hat die Bilder Fotograf Tim Walker, der jetzt in der November-Ausgabe des Magazins \u201eThe World of Interiors\u201c in einem Beitrag die Max Ernst-Idee allerdings f\u00fcr sich reklamiert und erstmals die Location, an der die Fotos entstanden sind, benennt: Shotover Park in Wheatley in Oxfordshire. Den Park mit seinen herrschaftlichen H\u00e4usern aus dem 18. Jahrhundert hatte demnach Kate als passende Location ausgesucht (\u201eShe had been fascinated by the house and ist romantic situation for years.\u201c) &nbsp;Entstanden sind die Bilder dann \u2013 wie man auch sehen kann \u2013 in einem verlassenen Nebengeb\u00e4ude der Anlage. Max Ernst ist seinen surrealistischen Motiven \u00fcber Jahre treu geblieben. So gibt es ein etwa 1940\/41 entstandenen Bild namens Marlene, das eine Frau umgeben von Vogelwesen zeigt und die Gesichtsz\u00fcge von Marlene Dietrich zeigt, die genau wie Ernst w\u00e4hrend des Krieges in die USA ausgewandert ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So wie es f\u00fcr Songs und Texte von Kate oftmals bekannte Inspirationsquellen wie Filme und B\u00fccher gibt, gilt das auch f\u00fcr viele Bilder von Kate. 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