{"id":5059,"date":"2018-02-02T07:15:50","date_gmt":"2018-02-02T06:15:50","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=5059"},"modified":"2018-02-02T17:10:05","modified_gmt":"2018-02-02T16:10:05","slug":"das-song-abc-eat-the-music","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/morningfog.de\/?p=5059","title":{"rendered":"Das Song-ABC: Eat The Music"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=2606\" rel=\"attachment wp-att-2606\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2606\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/abc.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/abc.jpg 620w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/abc-300x45.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5060\" rel=\"attachment wp-att-5060\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5060\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm02.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm02.jpg 620w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm02-300x166.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a>Dieser Song ist ein R\u00e4tsel und hat Zuh\u00f6rer und Kritiker in Verwirrung gest\u00fcrzt. Ist das eine leichte, aus allen Fugen geratene Fr\u00f6hlichkeit oder ist das Maskerade? Ist das ein vordergr\u00fcndig erotischer Text, in der Liebe mit dem Essen von Fr\u00fcchten verglichen wird, oder handelt das Lied von ganz anderen Dingen? Und was ist das eigentlich f\u00fcr ein Musikstil? Was will uns Kate Bush damit sagen? Will sie uns \u00fcberhaupt etwas sagen?<br \/>\nRob Jovanovic sieht hier \u201elockeres Karibikflair, das jedoch mit einem banalen Text \u00fcber Bananen, Papayas und Rosinen verdorben wurde\u201c ([1]). Er vermutet einen sexuellen Subtext, h\u00e4lt den Song aber eher f\u00fcr peinlich. Ron Moy ([2]) wirft ein, dass die Musik haarscharf an typischen Latino-Klischees vorbeischrammt. Selbst der tief in die Welt von Kate Bush hineinblickende Graeme Thomson h\u00e4lt die \u201everspielte, griffige Erotik\u201c f\u00fcr \u201ekonstruiert und allzu offensichtlich; genau wie die dazu passende Innengestaltung des Albums mit ihrem aufgeschnitten dargebotenen Obst [&#8230;]\u201c ([3]). Sogar in Fankreisen irritierte der Song. Er wurde als nicht gegl\u00fcckter Versuch einer Latin-Tanznummer gedeutet, die aber daf\u00fcr zu hektisch und aufgedreht daherkomme ([4]).<br \/>\nOffenbar l\u00e4sst \u201eEat the music\u201c viele etwas ratlos zur\u00fcck. Soll man diesen Wertungen vertrauen und den Song einfach als misslungen abhaken? So einfach kann man es sich aber meiner Meinung nach nicht machen. Abzuhaken w\u00e4re er erst dann, wenn man ihn verstanden h\u00e4tte und ihn dann immer noch f\u00fcr misslungen hielte. Ich meine, dass die oben zitierten Meinungen zwar Aspekte erkennen und benennen, dass sie aber die Gesamtheit von \u201eEat the music\u201c nicht erfassen. Wenn wei\u00dfes Licht durch einen Kristall f\u00e4llt, dann nutzt es nicht viel, nur zum Beispiel einen der gebrochenen Lichtstrahlen zu betrachten. Das sagt nicht viel \u00fcber den Kristall an sich aus. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit \u201eEat the music\u201c. Beim Schauen aus verschiedenen Richtungen werden einzelne Aspekte gesehen, die merkw\u00fcrdig erscheinen, so wie der gebrochene Lichtstrahl. Um zum Wesen vorzudringen, m\u00fcssen wir aus allen Richtungen schauen &#8211; ins Innere.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5062\" rel=\"attachment wp-att-5062\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5062\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm01.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm01.jpg 400w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm01-297x300.jpg 297w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Die erste Frage &#8211; warum findet sich auf dem d\u00fcsteren, zerrissenen Album \u201eThe red shoes\u201c so ein fast hemmungslos dahinst\u00fcrmendes, rasendes Lied voller Dur-Fr\u00f6hlichkeit? Fr\u00f6hlichkeit ist sonst f\u00fcr das Album ein Fremdwort. Beliebigkeit bei der Gestaltung eines Albums ist aber f\u00fcr Kate Bush ein Fremdwort &#8211; es muss also einen Hintergrund geben.<br \/>\nDas Lied ist 1992 entstanden, nach dem Krebstod von Kate Bushs Mutter. Ihr Bruder Paddy Bush sagte in einem Interview ([5]), dass er und seine Schwester in tiefer Verzweiflung waren. Paddy Bush lernte w\u00e4hrend dieser Zeit den madagassischen Musiker Justin Vali kennen, dessen Musik er seiner Schwester vorspielte. Im Interview ([5]) schildert er, was passierte und wie das zum ausl\u00f6senden Funken f\u00fcr \u201eEat the music\u201c wurde. \u201eWir waren beide immer noch im Zustand tiefer Verzweiflung und h\u00f6rten diese Musik, in der uns die Sph\u00e4re der Fr\u00f6hlichkeit wieder ber\u00fchrte. Die tiefe, ehrliche Fr\u00f6hlichkeit, die die Madagassen haben, nichts Aufgesetztes. Kate hat sich sofort in das St\u00fcck \u00a0\u201aSoratra Masina\u2018 verliebt. Am Ende singt Justin einen Vers, der bedeutet: \u201aLass Fr\u00f6hlichkeit aus uns zu euch hin\u00fcberflie\u00dfen.\u2018 Kate war v\u00f6llig fixiert auf diese Phrase, sie liebte sie so sehr. Und sie sagte zu mir: \u201aPaddy, bring Justin hier her, ich will unbedingt mit ihm arbeiten.\u201c So entstand der Song, eigens f\u00fcr Justin geschrieben, der nicht nur das madagassische Instrument Valiha spielte, sondern schlie\u00dflich auch den Chorus sang ([5]).<br \/>\nIm Netz kann man Justin Valis \u201eny soratra masina\u201c finden ([6]). Beim H\u00f6ren f\u00e4llt die strukturelle und stimmungsm\u00e4\u00dfige \u00c4hnlichkeit zu \u201eEat the music\u201c auf. Kate Bush hat mit ihrem Song ein St\u00fcck madagassischer Musik geschrieben! (Und dass dies nicht lateinamerikanisch ist, ist offensichtlich.) Afrikanische Musik (und damit auch die madagassische) wird von Grundprinzipien beherrscht, die sich in europ\u00e4ischer\/lateinamerikanischer Musik so nicht finden. Eine verst\u00e4ndliche\u00a0 Zusammenfassung findet sich in [7]. \u201eIn afrikanischer Musik ist die Elementarpulsation (time-line) die kleinste wahrgenommene regelm\u00e4\u00dfige Pulseinheit, mit enormer Geschwindigkeit, ohne Anfang und Ende und ohne eine Akzentuierung.\u201c [7].<br \/>\nIn \u201eEat the music\u201c findet sich dieser Elementarpuls als die unabl\u00e4ssige, pulsierende Folge von schnellen Achtelnoten wieder. \u201eDiese Pulseinheiten sind zwei oder dreimal schneller als der beat oder gro\u00dfe Pulse, die n\u00e4chste wichtige Orientierungsebene, die sich zum Beispiel aus 6, 8, 9, 12, 16, 18 Einheiten (oder ihr Vielfaches) zusammensetzt.\u201c [7]. In \u201eEat the music\u201c werden immer zw\u00f6lf Pulseinheiten zu einem Takt zusammengefasst &#8211; der Song steht im 12\/8-Takt (die musikalischen Details des Songs sind aus [8]).<br \/>\n\u201eDie Wiederkehr von solchen 8-, 12- oder 16-pulsigen Beat-Einheiten bezeichnet man als Zyklus, der sich aus melodischen Motiven, Formeln oder Phrasen strukturiert, bis dass der Zyklus sich von vorn wiederholt. Elementare Pulsation und Timeline-Pattern, Beat und Off-Beat, Polyrhythmik und Kreuzrhythmik\u00a0 sind die grundlegendsten Merkmale schwarzafrikanischer Musik.\u201c [7]. Die dies abbildende Struktur von \u201eEat the music\u201c ist sehr komplex. Unabl\u00e4ssig erklingen \u00fcber jeweils zwei Takte die Grundakkorde von D-Dur: Tonika D-Dur-Akkord f\u00fcr die Zeit von sechs Achteln, Subdominante G-Dur-Akkord f\u00fcr sechs Achtel, Dominante A-Dur-Akkord f\u00fcr zw\u00f6lf Achtel. Dazu gibt es eine sich \u00fcber ebenfalls zwei Takte erstreckende, sich unabl\u00e4ssig wiederholende Grundfigur im Bass mit leicht gegen\u00fcber den Taktschwerpunkten versetzten Akzenten. Von Beginn an rast dazu eine Figur aus Achtelketten jeweils \u00fcber zwei Takte dahin, sechsmal Akkordbrechungen \u00fcber jeweils drei Achtel, dann sechs fallende Achtel. Sp\u00e4ter im Verlauf des Songs wird dieses Achtelkettenmotiv vermischt und kombiniert mit einem schwebenden Motiv aus Achteln, verl\u00e4ngerten Vierteln und \u00fcber den Taktstrich verbundenen Noten. Die rasende Begleitung auf den Saiteninstrumenten bekommt so etwas Losgel\u00f6stes, Freies. Die Singstimme ist gegen die Taktschwerpunkte verschoben, sehr h\u00e4ufig wird eine Achtelnote am Ende eines Takts mit einer langen Note im neuen Takt verbunden. Die Singstimme \u00fcbernimmt damit das Schwingende, T\u00e4nzerische. Immer abwechselnd mit der Singstimme singt ein Chor hymnische Vokalisen als Gegenbewegung. Im Chorus mit seinen m\u00e4nnlichen Stimmen wird dies durch Bl\u00e4ser aufgenommen und betont. All diese Motive \u00fcberlagern sich, f\u00fcgen sich zu gro\u00dfen Bl\u00f6cken zusammen. Zum Schluss jagen diese Motive den Song in einen wilden, hymnischen Tanz hinein, alles dreht sich wie besessen in einem ewigen Kreislauf, ohne Anfang und Ende. Alles versinkt im Rhythmus und den Chor-Vokalisen. Es k\u00f6nnte wieder von vorn beginnen, der Song ist als ein geschlossener Kreis denkbar (es wird aber ausgeblendet).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5064\" rel=\"attachment wp-att-5064\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5064\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm03-400.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm03-400.jpg 400w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/etm03-400-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Afrikanische beziehungsweise madagassische Musik ist es also, die hier dargeboten wird, keine lateinamerikanische Musik. Es gibt nur gewisse \u00c4hnlichkeiten. Um diese \u00c4hnlichkeiten nicht zu sehr hervorzuheben, wurden sogar w\u00e4hrend der Aufnahmen Instrumente ausgetauscht [9]. Madagassische Musik ist dem H\u00f6rer nicht so vertraut wie das Lateinamerikanische, es ist kein Mainstream. Der H\u00f6rer versucht eine Einordnung &#8211; bemerkt aber, dass die nicht passt. Dies erkl\u00e4rt vielleicht einige Irritationen der Rezensenten. Im ganzen Lied findet sich nur Dur und nichts als Dur [8], reinstes D-Dur, es gibt keine melancholische Abt\u00f6nung ins Moll hinein. Nach Beckh [10] ist D-Dur die st\u00e4rkste Tonart \u00fcberhaupt, es ist die Tonart des strahlenden Helden, des Erreichen des h\u00f6chsten Ziels, der siegreichen \u00dcberwindung. Es ist die Tonart, die die Grabesfesseln sprengt. Sie steht daneben aber auch f\u00fcr die sprie\u00dfende, belebende Kraft des Fr\u00fchlings, die Wachstumskraft, die Werdekraft [10]. Positiver und ferner von Trauer kann keine Tonart sein. So ausschlie\u00dflich wie sie in \u201eEat the music\u201c eingesetzt wird, ist sie fast schon gnadenlos fr\u00f6hlich, es ist eine Mauer aus Musik gegen die Trauer. Die Fr\u00f6hlichkeit ist gegen\u00fcber \u201eny soratra masina\u201c fast ins D\u00e4monische, Manische \u00fcbersteigert. Sollen wir Zuh\u00f6rer zum Fr\u00f6hlichsein gezwungen werden? Will sich Kate Bush so zur Fr\u00f6hlichkeit zwingen? So betrachtet hat dieses Lied musikalisch etwas von einem Exorzismus.<br \/>\nDie n\u00e4chste Frage &#8211; passt der Text zu dieser einem die Fr\u00f6hlichkeit einh\u00e4mmernden Musik? Wird hier \u201everspielte, griffige Erotik\u201c [3] durch das Reden \u00fcber Fr\u00fcchte dargestellt? Diese Fr\u00fcchte dominieren auch das Booklet, das Album selbst steht so unter dem Leitspruch \u201e Eat the music\u201c. Offenbar verbirgt sich in diesem Lied eine Kernaussage (sch\u00f6nes Wortspiel beim Reden \u00fcber Fr\u00fcchte). Zur Frage nach der Bedeutung der Booklet-Gestaltung gab es in einem MTV-Interview von Kate Bush eine deutliche \u201eDas-behalte-ich-f\u00fcr-mich-Aussage\u201c: \u201eWell, it&#8217;s really just a time with a song called Eat The Music which has a lot of references to fruits and opening fruits.\u201c [11]. Auch sonst finden sich von Kate Bush kaum Aussagen zu diesem Song, fast als ob sie ihn im Verborgenen halten m\u00f6chte.<br \/>\nDie erste Strophe sagt aber eigentlich schon aus, worum es geht. Kate Bush lebt f\u00fcr und durch die Musik, sie bietet sie dem Publikum dar, sie gibt ihr Herz dem Publikum: \u201eSplit me open \/ With devotion \/ You put your hands in \/ And ripe my heart out \/ Eat the music\u201c. Im weiteren Verlauf wird der Blickwinkel erweitert. Um Menschen zu verstehen, muss man sie \u00f6ffnen und ins Innere schauen. Um verstanden zu werden, m\u00fcssen sich Menschen \u00f6ffnen. Die Schlussstrophe fasst das noch einmal zusammen: \u201eYou put your hands in \/ What ya thinking? \/ What am I singing? \/ A song of seeds \/ The food of love \/ Eat the music\u201c.<br \/>\nIm Chorus werden verschiedene Fr\u00fcchte aufgez\u00e4hlt, die ebenso zerrissen werden (\u201eRip them to pieces \/ With sticky fingers\u201c). Das \u00d6ffnen und Zerrei\u00dfen der Fr\u00fcchte wird zum Vergleich mit der eigenen Situation herangezogen (\u201eSplit \u02cbem open \/ With devotion \/ You put your hands in \/ And rips their hearts out\u201c). Fans goutieren ein Album wie eine Fr\u00fcchtepalette. Sie nehmen ein St\u00fcck, freuen sich daran, zerst\u00f6ren die Fr\u00fcchte (das Lied?) aber dabei (sie sehen die Gedanken dahinter nicht). Die Fr\u00fcchte (der Arbeit?) werden gegessen, aber in ihnen zeigt sich der Keim f\u00fcr einen Neuanfang (der Same). Vielleicht kann ja daraus etwas Neues entstehen (die Wirkung der Musik). Vielleicht kann Musik so die Fesseln des Todes sprengen.<br \/>\nDas ist kein Hurra-Szenario. Die Fr\u00fcchte im Booklet sehen f\u00fcr mich aus wie eine blutige Masse, sie erinnern mich an Bilder eines Gemetzels. Kate Bush legt ihr Inneres offen, schonungslos direkt, blutig. Sie zeigt das herausgerissene Herz. Hinter all der fruchts\u00fc\u00dfen Fr\u00f6hlichkeit verbirgt sich ein blutendes Herz. Im Kate-Bush-Forum findet sich zum Song eine Aussage, der nichts hinzuzuf\u00fcgen ist ([12]): \u201e[&#8230;] doch ich bin immer fassungslos, wenn Eat The Music als tanzbarer feel good track bezeichnet und verstanden wird. Der Song ist eines der seltsamsten, d\u00fcstersten Lieder, das je in die Popannalen eingeganen ist. Dass es von Kate als fr\u00f6hliches, s\u00fcdamerikanisch\/afrikanisches Tanzlied arrangiert wurde, ist nicht nur Zeugnis eines herrlich grimmigen Humors, sondern Notwendigkeit: w\u00fcrden die Worte zum backing track eines z.B. Song of Solomon gesungen werden, w\u00e4re das Lied kaum zu ertragen (nicht falsch verstehen!).\u201c<br \/>\nF\u00fcr mich haben wir es bei \u201eEat the music\u201c mit einem der tiefgr\u00fcndigen Songs von Kate Bush zu tun. Unter einem fr\u00f6hlichen Tanzlied verbirgt sich das Dunkle. Hinter dem Dunklen verbirgt sich eine Kernaussage \u00fcber ihr Schaffen. Es war geplant, den Song als erste Single auszukoppeln &#8211; dies wurde dann zugunsten von \u201eRubberband Girl\u201c fallengelassen [9]. Die sp\u00e4tere Auskopplung war dann aber doch ein Erfolg. Paddy sch\u00e4tzt, dass sie sich vier Millionen Mal verkauft hat [5]. Vermutlich hat nur ein kleiner Teil der H\u00f6rer hinter die fr\u00f6hliche Maske geblickt. \u00a0 (\u00a9 <strong>Achim\/aHAJ<\/strong>)<\/p>\n<p>[1] Rob Jovanovic: Kate Bush. Die Biographie. H\u00f6fen. Koch International GmbH\/Hannibal. 2006. S.182<br \/>\n[2] Ron Moy: Kate Bush and Hounds of Love. Aldershot. Ashgate Publishing Limited. 2007. S.116<br \/>\n[3] Graeme Thomson: Kate Bush &#8211; Under the Ivy. Bosworth Music GmbH. 2013. S.325 [4] \u201eJoanni\u201c auf <a href=\"http:\/\/www.carookee.com\/forum\/Kate-Bush\/128\/Sunset.7559727.0.01105.html\">http:\/\/www.carookee.com\/forum\/Kate-Bush\/128\/Sunset.7559727.0.01105.html<\/a> (gelesen 30.03.2009)<br \/>\n[5] Stefan Franzen: &#8222;Paddy Bush und die Musik Madagaskars (Teil 2)&#8220;. <a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?p=4907\">http:\/\/morningfog.de\/?p=4907<\/a> (gelesen 10.11.2017)<br \/>\n[6] Justin Vali: ny soratra masina. <a href=\"http:\/\/youtu.be\/4SSbBDceLKE\">http:\/\/youtu.be\/4SSbBDceLKE<\/a> (gelesen 12.12.2017) [7] <a href=\"https:\/\/www.lernhelfer.de\/schuelerlexikon\/musik\/artikel\/rhythmen-der-welt\">https:\/\/www.lernhelfer.de\/schuelerlexikon\/musik\/artikel\/rhythmen-der-welt<\/a> (gelesen 06.12.2017)<br \/>\n[8] Kate Bush: The red shoes (Songbook). Woodford Green. International Music publications Limited. 1994. S.21ff<br \/>\n[9] \u201eWell red\u201c Interview in Future Music mit Del Palmer. 11\/1993<br \/>\n[10] Hermann Beckh: Die Sprache der Tonart in der Musik von Bach bis Bruckner. Verlag Urachhaus. Stuttgart 1999.\u00a0 S.180f<br \/>\n[11] \u201eMTV Most Wanted\u201c mit Ray Cokes. 22.10.1993<br \/>\n[12] \u201eStgpepper\u201c auf: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.carookee.com\/forum\/Kate-Bush\/115\/Why_Should_I_Love_You.13942934.0.01105.html\">http:\/\/www.carookee.com\/forum\/Kate-Bush\/115\/Why_Should_I_Love_You.13942934.0.01105.html<\/a>&#8220; (gelesen 16.03.2009)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Song ist ein R\u00e4tsel und hat Zuh\u00f6rer und Kritiker in Verwirrung gest\u00fcrzt. Ist das eine leichte, aus allen Fugen geratene Fr\u00f6hlichkeit oder ist das Maskerade? Ist das ein vordergr\u00fcndig erotischer Text, in der Liebe mit dem Essen von Fr\u00fcchten verglichen wird, oder handelt das Lied von ganz anderen Dingen? 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