{"id":3099,"date":"2015-04-24T07:22:34","date_gmt":"2015-04-24T05:22:34","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=3099"},"modified":"2017-07-23T13:43:40","modified_gmt":"2017-07-23T11:43:40","slug":"dont-give-up-als-jazz-cover","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/morningfog.de\/?p=3099","title":{"rendered":"&#8222;Don&#8217;t give up&#8220; als Jazz-Cover"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3100\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bangbang.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3100\" class=\"wp-image-3100 size-full\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bangbang.jpg\" alt=\"bangbang\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bangbang.jpg 620w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bangbang-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3100\" class=\"wp-caption-text\">Bassist Sven Faller (links) und S\u00e4ngerin Stefanie Boltz arbeiten als Duo &#8222;Le Bang Bang&#8220; zusammen. Gemeinsam mit Pianist Martin K\u00e4lberer haben sie jetzt die CD &#8222;In our blood&#8220; eingespielt. Foto: Lena Semmelroggen<\/p><\/div>\n<p>Das herzergreifende Duett von Peter Grabriels Song &#8222;Don&#8217;t give up&#8220; zu covern, ist immer ein besonders gro\u00dfes Wagnis. Zu schnell kann man daneben liegen, in der Kategorie Kitsch landen. An Wagemut fehlt es dem Jazz-Duo Le Bang Bang nicht. Auf ihren ersten beiden Platten finden sich neben Eigenkompositionen Cover in einer wilden Mischung aus Neil Young und AC\/DC, von Bowie bis Rio Reiser oder Wham! bis Duke Ellington. Le Bang Bang sind S\u00e4ngerin Stefanie Boltz und Bassist Sven Faller. &#8222;In der Besetzung Stimme &amp; Bass ist es besonders reizvoll, Fremdkompositionen \u201anackig auszuziehen\u2018 und auf ihren Kern zu reduzieren, um von da aus dann etwas Eigenes, Neues entstehen zu lassen&#8220;, erz\u00e4hlt Stefanie Boltz. Kein Wunder also, dass der Anteil an Covern bei dem Duo bisher relativ hoch war. Bei der Trio-Besetzung mit Pianist Martin K\u00e4lberer ist das jetzt anders. Gemeinsam haben die drei Musiker die neue CD &#8222;In our blood&#8220; eingespielt, die heute offiziell in den Handel kommt. &#8222;Das Songwriting hat sich bei mir seit zwei Jahren st\u00e4rker durchgesetzt und schon im letzten Herbst bei meinem Solo-Album in gr\u00f6\u00dferer Bandbesetzung Ausdruck gefunden. Diese wunderbare Triobesetzung war ein willkommener und idealer Platz, weitere Songs aus meiner (und auch Svens) Feder zu spielen und zu schreiben&#8220;, erkl\u00e4rt Stefanie Boltz, dass die in den Vordergrund ger\u00fcckten eigenen St\u00fccke nicht unbedingt etwas mit der Piano-Verst\u00e4rkung zu tun haben. Dem Opener &#8222;Don&#8217;t give up&#8220; &#8211; eines der wenigen Cover auf der CD &#8211;\u00a0 tut die aber gerade gut. Stefanie Boltz \u00fcbernimmt gleich beide Gesangsparts, man hat den Eindruck, dass das prominente Piano stellenweise den Gegenpart \u00fcbernimmt, w\u00e4hrend die S\u00e4ngerin an einzelnen Stellen bei der Intonierung manchmal an Kate, manchmal an Gabriel erinnert. Eine Reminiszens ans Original? &#8222;Nein, keineswegs, meist habe ich das Original gar nicht mehr im Ohr, wenn ich es selber interpretiere. Vielleicht liegt das eher am Inhalt, am Gef\u00fchl, das nach einem solchen Ausdruck verlangt&#8220;, sagt Stefanie Boltz. &#8222;Die zwei verschiedenen Perspektiven des Liedes \u201aunter einen Hut\u2018 zu bringen, fand ich reizvoll, ist mir aber nicht schwer gefallen. Im Prinzip sind wir ja alle \u201amultiple Pers\u00f6nlichkeiten\u2018, die t\u00e4glich ein inneres Stimmengewirr verschiedenster Meinungen aushalten und austragen m\u00fcssen. Wie oft kann man als einf\u00fchlsamer Ratgeber einem Freund Trost spenden und ist selbst allein mit einem Problem aber sehr hilflos und findet keinen Zugang zu einem \u201aTrostspender\u2018. Diese beiden Seiten in einem Lied zusammenzubringen, fand ich sehr sch\u00f6n.&#8220; Eine sehr sch\u00f6ne Sichtweise auf den Song, der f\u00fcr Stefanie Boltz (auf einer langen Liste) stets eine Art Lieblingslied war &#8211; wie das gesamte Album von Gabriel. Ihr musikalischer Partner Sven Faller hatte \u00fcbrigens erst k\u00fcrzlich einen Song von Kate neu vertont: F\u00fcr das Album \u201cHome for Christmas\u201d hatte er gemeinsam mit S\u00e4ngerin\u00a0 Lisa Wahlandt den gleichnamigen Song von Kate neu eingespielt und im Dezember 2014 ver\u00f6ffentlicht. Gibt es da eine unausgesprochene Affinit\u00e4t zu Kate? &#8222;Das m\u00fcssten Sie ihn fragen, ich glaube aber nicht. Tolle Musik finden wir beide eigentlich immer gut. Da sind die Schnittmengen gro\u00df&#8220;, antwortet Stefanie Boltz. Davon kann man sich auch bei den Eigenkompositionen \u00fcberzeugen. Und wie sehr ihnen die Musik im Blut liegt, kann man auf St\u00fccken wie &#8222;Soothe me blue&#8220; oder &#8222;Time stood still&#8220; erkennen. &#8222;Musik aus der Tiefe der Emotion, von drei Charakteren zum gemeinsam bewegenden Erleben verkn\u00fcpft&#8220;, schreibt die Plattenfirma dazu. Klingt pathetisch, trifft es aber auf den Punkt. Infos zu Le Bang Bang und anstehenden Konzertterminen ab Mitte Mai (leider nur im s\u00fcddeutschen Raum) gibt es <a href=\"http:\/\/www.lebangbang.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>, in die CD reinh\u00f6ren kann man <a href=\"http:\/\/www.glm.de\/produkt\/le-bang-bang-martin-kaelberer-in-our-blood\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das herzergreifende Duett von Peter Grabriels Song &#8222;Don&#8217;t give up&#8220; zu covern, ist immer ein besonders gro\u00dfes Wagnis. Zu schnell kann man daneben liegen, in der Kategorie Kitsch landen. An Wagemut fehlt es dem Jazz-Duo Le Bang Bang nicht. 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