{"id":2479,"date":"2014-09-10T07:30:08","date_gmt":"2014-09-10T05:30:08","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=2479"},"modified":"2014-12-08T18:41:01","modified_gmt":"2014-12-08T17:41:01","slug":"beseelt-getroestet-zum-traeumen-gebracht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/morningfog.de\/?p=2479","title":{"rendered":"Beseelt, getr\u00f6stet, zum Tr\u00e4umen gebracht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2481\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika400.jpg\" alt=\"angelika400\" width=\"400\" height=\"571\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika400.jpg 400w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika400-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Kate Bush gleich zwei Mal zu treffen und noch einen pers\u00f6nlichen Brief von ihr zu erhalten &#8211; das gelingt nur wenigen Fans. &#8222;Von Anfang an war ich der gr\u00f6\u00dfte Kate-Bush-Fan vor dem Herrn. Irgendwann hatte ich ihr dann ein Demo geschickt und bat um eine Beurteilung. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Kate schon einmal Backstage getroffen&#8220;, erz\u00e4hlt Angelika. Von dem Brief will sie sich nun trennen und bietet ihn bei Ebay an. Angefangen hat alles mit der Sendung &#8222;Bio&#8217;s Bahnhof&#8220;. Ihr Bruder war dienstlich da, Angelika fuhr mit und hatte die Chance, hinter der B\u00fchne kurz mit Kate zu plaudern. &#8222;F\u00fcr die Konzerte war ich damals noch zu jung&#8220; &#8211; trotzdem begegnete sie Kate etwas unverhofft wieder. &#8222;Das war Anfang der 1980er Jahre. Ich war damals mit den Pfadfindern in London&#8220;, erinnert sie sich. Ganz oben auf ihrem Besichtigungsprogramm stand der Plattenladen HMV. Und wie es der Zufall wollte, gab Kate just an diesem Tag eine Autogrammstunde. Schon <a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika2-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2480\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika2-400.jpg\" alt=\"angelika2-400\" width=\"400\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika2-400.jpg 400w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/angelika2-400-300x229.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>vorher hatte Angelika angefangen, selbst Musik zu machen. Texte hatte sie schon als Jugendliche geschrieben, die Gitarre dann autodidaktisch erlernt: &#8222;Damit konnte ich dann meine Texte vertonen.&#8220; Zu der Zeit entstanden dann auch die ersten Demos.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck nach London. Bei der Autogrammstunde hat Angelika dann die Gelegenheit genutzt und von den Demos erz\u00e4hlt. Der Tipp von Kate: Schreib mir zur Plattenfirma nach London. \u00dcber EMI hat Angelika dann die Postfachadresse von Kate erhalten und das Demo zugeschickt &#8211; und Wochen sp\u00e4ter auch den unverbindlich freundlichen Brief von Kate erhalten. Bei den Demos ist es trotz der Quasi-Absage nat\u00fcrlich nicht geblieben. &#8222;Ich hab mir damals gedacht, wenn ich Gitarre kann, kann ich auch Keyboards.&#8220; Also hat sie sich das Musikinstrument wieder selbst beigebracht. Sp\u00e4ter folgte die erste Single, dann die erste LP im Eigenvertrieb. &#8222;Kate Bush hat mich auf meinem Weg immer sehr begleitet, hat mich beseelt, getr\u00f6stet, zum Tr\u00e4umen gebracht&#8220;, erinnert sie sich an die Zeit, in der sie musikalisch noch auf der Suche war. In der 90er Jahren hat sie weiter an Demos gebastelt, war in einer Samba-Band, hat eine eigene Musik-Zeitschrift mit dem Namen &#8222;Die Szene lebt&#8220; f\u00fcr den s\u00fcddeutschen Raum herausgegeben (und dabei gleich f\u00fcr die erste Ausgabe Chaka Khan interviewt), bei Antenne 1 in Stuttgart eine Sendung konzipiert und moderiert und noch das Management und PR f\u00fcr mehrere K\u00fcnstler betrieben. Irgendwann wechselte sie von der eher funkigen Musik ins elektronische Fach, legte sich den K\u00fcnstlernamen Gillian Gordon zu, produzierte Soundtracks und landete bei Chillout-Themen. Bei den &#8222;Buddha-Bar&#8220;- und &#8222;Cafe del Mar&#8220;-Compilations ist sie regelm\u00e4\u00dfig vertreten und mit ihrem Album &#8222;Beauty Suite&#8220; von 2009 heimste sie bei Besprechungen viel Lob ein. Ihre Br\u00f6tchen verdient sie vorrangig mit der Produktion von Musik f\u00fcr Fernseh-Dokumentationen. Und das l\u00e4uft weit unromantischer ab, als man sich das vielleicht vorstellen mag: &#8222;Ich kenne meist nur das Thema der Doku. Manchmal werden mir Beispiele mitgeschickt oder bestimmte Stile gew\u00fcnscht.&#8220; Der Rest ist Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, das Thema so zu bearbeiten, dass die Musik dann auch zu den Szenen passt. Unter dem Pseudonym Gillian Gordon produziert sie deshalb viele Titel f\u00fcr den Hessischen und Bayerischen Rundfunk, f\u00fcrs ZDF und Arte. Flexibilit\u00e4t ist da vor allem gefragt: &#8222;Da kommen auch Auftr\u00e4ge, wo man ein Musikthema dann auch schon mal \u00fcber Nacht erstellen muss.&#8220; Sp\u00e4testens beim Arbeitstempo merkt man den Unterschied zu Kate. Und bei der Musik: &#8222;Die Musik von Kate hat mich weniger beeinflusst, eher schon, dass ich durch sie gelernt habe, meinen eigenen Weg zu gehen.&#8220; Bleibt noch eine Frage offen: Warum trennt man sich nach so vielen Jahren als Kate-Fan von einem so pers\u00f6nlichen Brief? Vielleicht, weil es mal Zeit ist auch loszulassen, nachdem der Brief sie so viele Jahre begleitet hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kate Bush gleich zwei Mal zu treffen und noch einen pers\u00f6nlichen Brief von ihr zu erhalten &#8211; das gelingt nur wenigen Fans. &#8222;Von Anfang an war ich der gr\u00f6\u00dfte Kate-Bush-Fan vor dem Herrn. Irgendwann hatte ich ihr dann ein Demo geschickt und bat um eine Beurteilung. 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