{"id":2076,"date":"2014-08-09T07:16:30","date_gmt":"2014-08-09T05:16:30","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=2076"},"modified":"2014-08-09T09:09:53","modified_gmt":"2014-08-09T07:09:53","slug":"kate-inter-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/morningfog.de\/?p=2076","title":{"rendered":"Kate und was ihr wirklich wichtig ist (IV)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/inter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2086\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/inter.jpg\" alt=\"inter\" width=\"620\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/inter.jpg 620w, https:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/inter-300x274.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a>Im September 1985 hat der Journalist Andreas Hub anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung der LP &#8222;Hounds of Love&#8220; ein Interview mit Kate Bush gef\u00fchrt, dass im November 1985 &#8222;Fachblatt Musikmagazin&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde. Aus gegebenem Anlass d\u00fcrfen wir es hier noch einmal ver\u00f6ffentlichen. Im vierten und letzten Teil spricht Kate \u00fcber eine m\u00f6gliche Tournee und ihr Verh\u00e4ltnis zur \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Hub: Bekommst du au\u00dfer von deinen Musikern noch anderes Feedback? Normalerweise steht ja noch ein Produzent daneben, der wei\u00df und sagt, wo&#8217;s langgeht.<\/p>\n<p>KATE: Gerade das ist der Grund, warum ich selbst produziere. Es macht die Sache anstrengender, aber ich kriege am Ende genau das, was ich will, anstatt einem anderen zu erkl\u00e4ren, was ich gern h\u00e4tte, der wieder dem Toningenieur zu erkl\u00e4ren versucht, was ich wohl gemeint habe. Und dann muss der Toningenieur aus Worten Kl\u00e4nge machen. Ich sage ihm direkt, was ich will, das ist schneller, einfacher und effektiver. Es g\u00e4be allerdings, ich sage das mal mit aller Vorsicht, Leute, bei denen ich mir vorstellen k\u00f6nnte, mit ihnen zusammen zu produzieren, aber nur, solange ich die Einflussm\u00f6glichkeiten behalte, die ich heute auf meine Produktionen habe. Wie ich eben schon sagte: Bei mir bildet das Komponieren und Produzieren im Arbeitsablauf ann\u00e4hernd eine Einheit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Hub: Gibt es da einen direkten Zusammenhang zu deiner &#8222;Entdeckung&#8220; des Fairlight als Dreh- und Angelpunkt deiner Studioarbeit? Du hast ja, wenn ich mich recht erinnere, seit dem Zeitpunkt ohne Produzenten gearbeitet, als du mit dem Fairlight angefangen hast.<\/p>\n<p>KATE: Kein direkter Zusammenhang. Au\u00dferdem stimmt es so nicht ganz. Ich habe auf meinem dritten Album schon mit dem Fairlight, wenn auch nicht mit einem eigenen, gearbeitet, war damals aber erst Co-Produzent. Den letzten entscheidenden Schritt konnte ich damals noch nicht tun, weil mir Mut und Fachkenntnisse fehlten. Man braucht ein enormes Ma\u00df an Kraft, um Kontrolle \u00fcber seine eigene musikalische Arbeit aus\u00fcben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Hub: Welche generelle Bedeutung nimmt Musik in deinem Leben ein?<\/p>\n<p>KATE: Musik nimmt mein ganzes Leben in Anspruch. Das ist immer ein Riesenberg an Arbeit, die genauso lange dauert, bis die n\u00e4chste anf\u00e4ngt. Musik bedeutet aber auch das Vergn\u00fcgen, die St\u00fccke von anderen zu h\u00f6ren. Musik ist alles fuer mich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Hub: Ich habe geh\u00f6rt, dass du auf ECM und Windham Hill besonders stehst&#8230;<\/p>\n<p>KATE: Ja, und ich finde es gut, etwas so Sch\u00f6nem wie der Musik dieser Labels ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Windham Hill ist ja in England fast v\u00f6llig unbekannt, w\u00e4hrend ECM durch Pat Metheny oder Eberhard Weber eine etwas gr\u00f6\u00dfere Popularitaet genie\u00dft.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Hub: Ich stelle mir vor, auf sehr harmonische Kl\u00e4nge bedachte K\u00fcnstler wie die meisten von Windham Hill haben es besonders schwer in einem so trendbeherrschten Musikmarkt wie dem englischen. Wenn man deine Platten Revue passieren l\u00e4\u00dft, die erste vielleicht ausgenommen, finden sich eigentlich nie St\u00fccke, die einfach nur sch\u00f6n sind. Irgendwann kommt immer ein Bruch. Traust du dich nicht, einfach mal ein &#8222;nur&#8220; sch\u00f6nes S\u00fcck zu schreiben?<\/p>\n<p>KATE: Schwer zu sagen. Wenn ich schreibe, versuche ich, auf etwas zu kommen, was mir noch besser gef\u00e4llt als die Idee vom Moment vorher. Und wenn es sich f\u00fcr mich gut anh\u00f6rt, aus dem sanften Charakter auszubrechen, tue ich das selbstverst\u00e4ndlich ohne bestimmten Regeln zu folgen.<\/p>\n<p>Andreas Hub: Wie steht&#8217;s mit Auftritten? Gibt es Hoffnung?<\/p>\n<p>KATE: Das ist schon verr\u00fcckt, weil ich immer gern will, aber irgendwie klappt es nie. Bis zur letzten LP hatte ich nicht genug Material, um mit einem komplett neuen Programm auftreten zu k\u00f6nnen. Als ich die ganze Promotionsarbeit f\u00fcr &#8222;The Dreaming&#8220; hinter mir hatte, musste ich mir \u00fcberlegen, ob ich auf Tour gehe oder mein Studio einrichte und eine neue Platte ins Auge fasse. Naja, jetzt stehe ich schon wieder am Ende der Arbeit f\u00fcr die Platte, mache Promotion, drehe Videos und eigentlich w\u00fcrde ich jetzt am allerliebsten den besagten Film zu der zweiten LP-Seite realisieren. Wenn das aber aus irgendwelchen Gr\u00fcnden schief gehen sollte, werde ich wieder \u00fcber eine Tour nachdenken&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andreas Hub: Empfindest du das ganze Drumherum gegen\u00fcber der konzentrierten Arbeit im Studio als St\u00f6rung?<\/p>\n<p>KATE: Als st\u00f6rend nicht, aber als belastend schon. Ich versuche, soviel Zeit wie m\u00f6glich in kreative Prozesse zu stecken. Wenn ich mit einer Platte fertig bin, bleiben immer noch genug kreative Arbeiten \u00fcbrig, seien es B-Seiten oder Videos, die sich dann mit der notwendigen \u00d6ffentlichkeitsarbeit in die Quere kommen. Ich bin nat\u00fcrlich von einem gewissen Ma\u00df an Erfolg abh\u00e4ngig, um mir auch das n\u00e4chste Album noch leisten zu k\u00f6nnen. Und dann muss ich leider zeitliche Kompromisse bei den Dingen eingehen, die mir wichtiger sind. Um das soweit wie m\u00f6glich einzugrenzen, gebe ich kaum Interviews. Ich finde das auch v\u00f6llig gerechtfertigt, weil ich meine eigentliche Arbeit f\u00fcr wesentlicher halte. Der einzige Grund, warum ich hier \u00fcberhaupt sitze, ist der, dass ich lange Zeit an einem Album gearbeitet habe und das mitteilen m\u00f6chte. Aber wenn ich drei Jahre damit verbracht h\u00e4tte, Journalisten zu treffen und Promotion zu machen, dann g\u00e4be es keinen Grund, hier zu sitzen&#8230;<\/p>\n<p>(Mit bestem Dank an Andreas Hub.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im September 1985 hat der Journalist Andreas Hub anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung der LP &#8222;Hounds of Love&#8220; ein Interview mit Kate Bush gef\u00fchrt, dass im November 1985 &#8222;Fachblatt Musikmagazin&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde. Aus gegebenem Anlass d\u00fcrfen wir es hier noch einmal ver\u00f6ffentlichen. 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