{"id":5227,"date":"2018-05-07T07:10:06","date_gmt":"2018-05-07T05:10:06","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=5227"},"modified":"2018-05-07T07:15:12","modified_gmt":"2018-05-07T05:15:12","slug":"ill-will-wanderung-durch-die-zeiten-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/morningfog.de\/?p=5227","title":{"rendered":"Wanderung durch die Zeiten und die Stimmen von Heathcliff und Emily"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5229\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5229\" rel=\"attachment wp-att-5229\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5229\" class=\"wp-image-5229 size-full\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/michael-stewart.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"414\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/michael-stewart.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/michael-stewart-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5229\" class=\"wp-caption-text\">Michael Stewart<\/p><\/div>\n<p><strong>Ein Interview mit Michael Stewart von Beate Meiswinkel<\/strong><\/p>\n<p>Der Schriftsteller Michael Stewart ist in mehr als nur einer Hinsicht ein interessanter Gespr\u00e4chspartner: mit seinem neuen Roman \u201e<a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?p=5143\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ill Will<\/a>\u201c hat er nicht nur der Wuthering Heights-Romanfigur Heathcliff eine eigene Stimme verliehen und ein Buch geschrieben, das neue Schlaglichter auf das literarische Meisterwerk von Emily Bront\u00eb wirft. Er initiierte auch ein gro\u00df angelegtes, spannendes Kunstprojekt zu Ehren der Bront\u00eb-Geschwister, \u00fcber das bereits <a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?p=5220\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> in diesem Blog zu lesen war. Dar\u00fcber hinaus ist Michael auch Kate Bush-Fan, und es war ein besonderes Vergn\u00fcgen, das nachstehende Interview mit ihm zu f\u00fchren. Zus\u00e4tzlich d\u00fcrfen wir ein Gedicht von Michael Stewart ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Ich war sehr beeindruckt, als ich von deiner Wanderung von Haworth in West Yorkshire nach Liverpool gelesen habe: 65 Meilen! Dies war Teil deiner Recherchen f\u00fcr deinen Roman \u201eIll Will\u201c. Kannst Du unseren Lesern etwas \u00fcber diese Erfahrung erz\u00e4hlen? Wie war es, auf Mr. Earnshaws Spuren zu wandeln?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Na ja, ich habe drei Tage daf\u00fcr gebraucht, um ans Ziel zu gelangen. Mr. Earnshaw lief diesen Weg hin und zur\u00fcck in drei Tagen, das war wirklich eine Leistung. Und nicht nur das, er hat au\u00dferdem noch eine Peitsche, eine Fiedel und einen Waisenjungen getragen. Die Leute waren damals einfach gut zu Fu\u00df. Ich schlief unterwegs und machte Pausen, um zu essen \u2013 ein Luxus, den Mr. Earnshaw sich nicht g\u00f6nnte. Es war eine sehr interessante Wanderung. Dort im Moor kann man sich selbst vorgaukeln, man sei in der Zeit zur\u00fcckgereist. Es gibt dort Pl\u00e4tze weit oben, die vollkommen unver\u00e4ndert geblieben sind, und man kann sich gut vorstellen, wieder in der damaligen Zeit zu sein. Etwas weiter dann muss man sich h\u00e4ufig durch post-industrielles Brachland schleppen. Es war gut, am Kanal entlang zu gehen, der nun Teil der Freizeitindustrie geworden ist; damals war er eine brandneue technologische Errungenschaft! Ich hatte meinen Hund und ein Einmannzelt dabei. Dass es keinen Schlafplatz f\u00fcr den Hund gab, wurde mir erst bewusst, als ich in der ersten Nacht in meinen Schlafsack kroch, also schlief er auf mir. Er hat sehr gut geschlafen &#8211; im Gegensatz zu mir\u2026<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Es war ja Kate Bush mit ihrem Lied \u201eWuthering Heights\u201c, das dich in sehr jungem Alter dazu inspiriert hat, mehr \u00fcber die Hintergrundgeschichte dieses Liedes erfahren zu wollen. Magst du Kates Musik heute immer noch? Welches ihrer Alben h\u00f6rst du am liebsten, und welches ist dein Lieblings-Song?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Ich liebe ihre Musik. Ich liebe alles davon. The Ninth Wave \u2013 dieses ganze Album innerhalb eines Albums \u2013 ist absolut brillant. Besonders mag ich, dass es eine durchg\u00e4ngige Geschichte erz\u00e4hlt. Es ist ein Film, umgesetzt in Musik. Ich bin auch sehr von der LP The Dreaming begeistert. Ich mag das Experimentieren sehr. Das ist eine verr\u00fcckte Platte. Ich liebe auch viele der B-Seiten. Besonders Under the Ivy und The Handsome Cabin Boy.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Heathcliff ist ja nun ein recht \u201ekontroverser\u201c Charakter: sehr anziehend, dennoch sehr finster. Er ist d\u00fcster, und doch gilt er als \u00fcberaus romantisch. Ich kann mir vorstellen, dass eine sehr pers\u00f6nliche Verbindung zu ihm entsteht, wenn man mit solchem Detailreichtum \u00fcber ihn schreibt. Wie hast du dich dabei gef\u00fchlt?<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5234\" rel=\"attachment wp-att-5234\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5234\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/illwill350.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"541\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/illwill350.jpg 350w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/illwill350-194x300.jpg 194w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Michael Stewart<\/strong>: Nun, bis zu einem gewissen Grad leben wir alle mit einem anderen Charakter mit. Er kann Dinge tun und sagen, die ich nicht tun oder sagen k\u00f6nnte. Es ist sehr eigenartig, was Emily Bront\u00eb in diesem Buch macht. Sie verbringt die ersten neun Kapitel damit, das sympathische Opfer m\u00e4nnlicher Gewalt aufzubauen, und dann, als er nach drei Jahren zur\u00fcckkehrt, scheint sie unseren Glauben an ihn auf die Probe stellen zu wollen. Bei seiner R\u00fcckkehr hat er einen Gro\u00dfteil seiner Menschlichkeit eingeb\u00fc\u00dft und k\u00f6nnte in modernem Jargon als Psychopath bezeichnet werden. Er ist bestimmt kein romantischer Held; und dennoch geben wir ihn nicht auf, trotz allem, was er tut. Das ist eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistung, besonders f\u00fcr eine Schriftstellerin im Alter von Ende 20.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Der Name deiner Romanfigur Emily ist eine Hommage an die Wuthering Heights-Autorin. \u201eDeine\u201c Emily ist ein \u00e4hnlich schr\u00e4ger, anziehender Typ wie Heathcliff: ein verletzliches, einsames kleines M\u00e4dchen voller List, T\u00fccke und seltsamer Weisheit. Sie gibt ja vor, sie k\u00f6nne mit den Toten sprechen\u2026 hat Emily\u2019s \u201eGabe\u201c einen Einfluss auf die Situation, in der Heathcliff sp\u00e4ter mit Cathys Geist konfrontiert wird? Und beeinflusst dies die Art, wie er mit Cathys Tod umgeht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Es gibt einige Dinge in meinem Buch, die f\u00fcr diejenigen, die Wuthering Heights kennen, bestimmte Ereignisse und Vorkommnisse vorbereiten, die sehr viel sp\u00e4ter in Emilys Roman vorkommen. Meine Emily begann vielleicht als Hommage, entwickelte jedoch rasch ihre eigene Stimme und startete richtig durch. Sie ist eine Trickbetr\u00fcgerin. Anfangs ist Heathcliff leichtgl\u00e4ubig. Und diese Leichtgl\u00e4ubigkeit wollte ich aufzeigen, genau aus den Gr\u00fcnden, die du ansprichst. Er ist empf\u00e4nglich f\u00fcr das \u00dcbernat\u00fcrliche.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Dein Schreibstil ist sehr au\u00dfergew\u00f6hnlich. Er ist voll (teilweise) schmutziger Umgangssprache. Davon abgesehen besitzt du eine sehr lebendige, bildhafte, wortgewandte Sprache, die starke Spannungsb\u00f6gen erzeugt. Mir gef\u00e4llt auch die ungew\u00f6hnliche Weise, in der Heathcliff \u2013 oder vielmehr Will \u2013 seine Geschichte erz\u00e4hlt: in Ich-Form und immer direkt an Cathy gerichtet, als ob er best\u00e4ndig im Gespr\u00e4ch mit ihr sei. Das zeigt seine Obsession und Leidenschaft. Hast du f\u00fcr ihn eine besondere Erz\u00e4hlsprache entwickelt, bzw. einen bestimmten Schreibstil f\u00fcr dieses Buch?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Das ist sehr liebensw\u00fcrdig von dir, es so auszudr\u00fccken. Heathcliffs Stimme entstand recht einfach. Ich neige dazu, \u00fcber verdrehte, d\u00fcstere, verst\u00f6rte Charaktere zu schreiben \u2013 warum wei\u00df ich auch nicht so genau. Ich selbst bin weder besonders verdreht, d\u00fcster oder verst\u00f6rt. Ich wei\u00df nicht so genau, woher das kommt. Ich denke, es macht einfach viel Spa\u00df, mit Typen wie ihnen Zeit zu verbringen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Ist denn geplant, eine deutsche \u00dcbersetzung von \u201eIll Will\u201c zu ver\u00f6ffentlichen? Ich denke, viele Deutsche w\u00e4ren sehr gespannt darauf, es zu lesen, und dank des sehr anspruchsvollen Englischs w\u00fcrden einige eine \u00dcbersetzung bevorzugen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Das hoffe ich sehr. Es wird im November in den USA ver\u00f6ffentlicht, und ich hoffe, bald mehr bez\u00fcglich europ\u00e4ischer \u00dcbersetzungen zu erfahren. Ich habe eine Weile in Deutschland gelebt. Ich mag die Deutschen und die deutsche Kultur sehr, deshalb w\u00fcrde ich mich \u00fcber eine deutsche \u00dcbersetzung sehr freuen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Zur Vorbereitung auf dieses Interview habe ich etwas \u00fcber die Bront\u00eb-Geschwister gelesen, und dabei habe ich mich gefragt, wie anders Schriftstellerei zu ihrer Zeit wohl gewesen sein muss. Keine Computer, mit denen man st\u00e4ndig die M\u00f6glichkeit hat, Dinge zu korrigieren. Es gab keine Diktierger\u00e4te, und Tinte und Papier waren wahrscheinlich auch nicht unbegrenzt zur Hand. Au\u00dferdem haben die drei Schwestern unter m\u00e4nnlichem Pseudonym ver\u00f6ffentlicht, da man Schriftstellerei f\u00fcr Frauen als unschicklich ansah. Was denkst du: wie muss das damals gewesen sein, zu schreiben? Wie haben sie ver\u00f6ffentlicht? Gab es damals auch Vertr\u00e4ge mit Verlagen, verdienten sie mit dem Schreiben Geld?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Es war tats\u00e4chlich Charlotte, die sie (die Bront\u00ebs) ver\u00f6ffentlicht hat. Sie war sehr ehrgeizig. Ich glaube nicht, dass Emily nach einer Ver\u00f6ffentlichung gestrebt h\u00e4tte, w\u00e4re Charlotte nicht gewesen. Ihr erstes ver\u00f6ffentlichtes Buch war ein Gemeinschaftsprojekt. Ich glaube, davon haben sie zwei Exemplare verkauft. Sie nahmen die Kunst und das Handwerk der Schriftstellerei sehr ernst. Die Art, wie sie lebten, war sehr f\u00f6rderlich daf\u00fcr. So etwas wie ein st\u00e4ndiger Schriftsteller-Retreat.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Du hast beschlossen, die Bront\u00eb-Geschwister in ganz besonderer Art und Weise zu ehren: mit den sogenannten Bront\u00eb-Steinen. M\u00f6chtest du uns etwas \u00fcber diese gro\u00dfartige Initiative erz\u00e4hlen?<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5222\" rel=\"attachment wp-att-5222\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-5222\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/bronte400.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/bronte400.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/bronte400-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><strong>Michael Stewart<\/strong>: Es ist ein Projekt, bei dem vier Gedenksteine in der Landschaft zwischen ihrem Geburtsort in Thornton und dem Pfarrhaus in Haworth gesetzt werden, dort, wo sie aufwuchsen, um gro\u00dfe Schriftstellerinnen zu werden. Ich habe vier sehr renommierte Autorinnen angeworben, die die Worte f\u00fcr diese Steine schreiben sollen \u2013 \u00fcber eine davon werdet Ihr Euch ganz bestimmt besonders freuen, wobei ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mehr verraten darf [inzwischen ist dieses Geheimnis ja bereits gel\u00fcftet: <a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?p=5220\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kate verfasst die Zeilen f\u00fcr Emilys Gedenkstein<\/a>]. Ein Steinmetz wird diese Worte dann in die Steine mei\u00dfeln. Es wird einen Landkarten-Satz geben, vier Wanderwege, einschlie\u00dflich einem, der direkt von Thornton nach Haworth f\u00fchrt, und drei Rundwege, einen f\u00fcr jede der Schwestern \u2013 Charlotte, Emily und Anne. Eine Reihe von Events ist ebenfalls geplant, einschlie\u00dflich der Einf\u00fchrung der Steine beim diesj\u00e4hrigen Bradford Literature Festival im Juli.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Diese Frage stelle ich in Interviews jedes Mal, wenn es um Kate Bush geht: Was ist es deiner Meinung nach, dass sie zu einer so inspirierenden K\u00fcnstlerin macht? Sie bringt so viele Menschen mit ihrer Musik dazu, selbst kreativ zu werden\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Das ist eine schwierige Frage. Es ist immer eine Kombination drei verschiedener Dinge, denke ich: dein pers\u00f6nlicher Hintergrund, deine DNA und schlie\u00dflich jener Funke, den man nicht genauer definieren kann. Wie du wei\u00dft, besitzt sie einen sehr musikalischen Hintergrund, aber das z\u00e4hlt nicht als Argument, warum sie so eine originelle K\u00fcnstlerin ist. Ich denke, dass sie die Dinge anders sieht. Als K\u00fcnstlerin ist sie furchtlos. Eine Menge Rockstars sind \u00fcberm\u00e4\u00dfig besorgt, m\u00f6glichst \u201ecool\u201c zu wirken. Kate hat das nie auch nur die Bohne gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beate: Wie ich lese, schreibst du auch Gedichte \u2013 welches davon k\u00f6nnte denn m\u00f6glicherweise ein Kate Bush-Song sein, oder vielmehr: welches w\u00fcrdest du sie gerne singen h\u00f6ren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael Stewart<\/strong>: Was f\u00fcr eine interessante Frage. Vielleicht ein Gedicht mit dem Titel \u201eClean\u201c, oder \u201eThe Spring Fires\u201c. Ich denke, die Doppeldeutigkeit darin w\u00fcrde ihr gefallen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>The Spring Fires<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Von Michael Stewart<\/strong><\/h4>\n<p>They found him burning furniture in the back yard.<br \/>\nFirst the dining table, faux-antique oak<br \/>\nand the chairs, with legs like varicose veins.<br \/>\nHe piled up the kitchen units,<br \/>\nthe work bench and the foot stool.<br \/>\nNext to go the sofa and the armchair,<br \/>\na matching set from DFS.<br \/>\nThe glazed dresser and the sideboard, both solid teak,<br \/>\na pine chest, a shelving unit from Ikea, a wicker fruit bowl,<br \/>\na stirring spoon and an ash wine rack,<br \/>\nthe white wood tall boy with its drawers of MDF,<br \/>\na walnut bureaux, a wedding gift,<br \/>\nhis grandma\u2019s rocking chair, an heirloom.<\/p>\n<p>Last to go, the double bed,<br \/>\ntheir bed, its base first then its headrest,<br \/>\nthen the mattress and the duvet.<br \/>\nWhat a gagging stink that made,<br \/>\nthe bed they\u2019d shared all these years<br \/>\na thick fog of black smoke.<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>It\u2019s over<\/em>, they said, <em>there\u2019s nothing left.<br \/>\n<\/em><strong><em>I know<\/em><\/strong>, he said, and lit a cigarette.<\/p>\n<p>(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Stewart.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview mit Michael Stewart von Beate Meiswinkel Der Schriftsteller Michael Stewart ist in mehr als nur einer Hinsicht ein interessanter Gespr\u00e4chspartner: mit seinem neuen Roman \u201eIll Will\u201c hat er nicht nur der Wuthering Heights-Romanfigur Heathcliff eine eigene Stimme verliehen und ein Buch geschrieben, das neue Schlaglichter auf das literarische Meisterwerk von Emily Bront\u00eb wirft. &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"http:\/\/morningfog.de\/?p=5227\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20,9],"tags":[170,688,820,819],"class_list":["post-5227","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedichte","category-news","tag-emily-bronte","tag-heathcliff","tag-ill-will","tag-michael-stewart","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5227"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5227\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5236,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5227\/revisions\/5236"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}