{"id":4920,"date":"2017-10-06T21:16:35","date_gmt":"2017-10-06T19:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=4920"},"modified":"2017-10-06T21:27:43","modified_gmt":"2017-10-06T19:27:43","slug":"paddy-im-interview-violinen-mit-armen-und-beinen-und-das-geheimnis-der-cutty-sark-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/morningfog.de\/?p=4920","title":{"rendered":"Paddy im Interview: Violinen mit Armen und Beinen und das Geheimnis der Cutty Sark (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4921\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4921\" rel=\"attachment wp-att-4921\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4921\" class=\"wp-image-4921 size-full\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/paddybush-stefan.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"445\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/paddybush-stefan.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/paddybush-stefan-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4921\" class=\"wp-caption-text\">Paddy und Stefan im Forum Schlossplatz, wo nach dem Vortrag die Gelegenheit zum Interview bestand.<\/p><\/div>\n<p><em>Die Schlusstakte von \u201eThe Red Shoes\u201c verklingen, Paddy beantwortet ein paar Fragen und ich blicke unruhig auf meine Uhr. Er sei etwas m\u00fcde, denn um in die Schweiz zu kommen, war er sehr fr\u00fch aufgestanden, hat man uns am Anfang schon gesagt. Zudem hat er deutlich die vorgesehene Zeit seines Vortrags \u00fcberschritten. Im Geiste schreibe ich das versprochene Interview schon ab, oder stelle mich darauf ein, dass ich mich mit einem Viertelst\u00fcndchen begn\u00fcgen muss. Doch nach etlichen Handshakes und Selfies mit den G\u00e4sten stellt mich Eva Keller ihm vor, und er setzt\u00a0 \u00fcberhaupt keine zeitliche Begrenzung. Er hat nur eine Bitte: Eine Tasse Tee m\u00f6chte er gerne haben. Und so sitzen wir in gem\u00fctlichen Ledersesseln in einem hohen Raum mit einem bemalten Fries unter der Decke und starten. Vielmehr: Paddy startet, denn wie sich schnell herausstellt, kann man diesen unvergleichlichen Geschichtenerz\u00e4hler wenig lenken und erst recht nicht stoppen. Aus dem bef\u00fcrchteten Viertelst\u00fcndchen werden sagenhafte 70 Minuten, w\u00e4hrend derer ich meinen Fragezettel bald wegwerfe und einfach zuh\u00f6re. Wie wir auf das Eingangsthema kommen, ist mir im Nachhinein schleierhaft: Weit holt Paddy aus \u00fcber die Unterschiede des Musizierens zwischen den 1920ern und 1960ern. Die Uilleann pipes (der irische Dudelsack) und die sardischen Launeddas klingen auf alten Aufnahmen sehr kantig, Staccato-haft, in den Sechzigern sei dann pl\u00f6tzlich ein Flow in die traditionelle Musik hineingekommen, an vielen Orten der Welt unabh\u00e4ngig voneinander. Ein Bewusstseinssprung, wie mit den Affen, die Kartoffeln waschen, werfe ich ein. Ja, oder wie mit den Schafen in Wales, die gemerkt haben, dass sie \u00fcber das cattle grid rollen k\u00f6nnen und dann in die G\u00e4rten der Nachbarn eingedrungen sind, um sie zu verw\u00fcsten, sagt Paddy. Das wird ein lustiges Gespr\u00e4ch, denke ich mir. Und nutze eine Sekunde, in der er am Tee nippt, um ihn zu fragen, wie er denn urspr\u00fcnglich zur Musik gekommen ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Paddy:<\/strong> Auf der Seite meiner Mutter gab es viele traditionelle Musiker aus Irland. Mein Gro\u00dfvater war auch ein Instrumentenbauer. Sie waren arm, um also Zugang zu bestimmten Dingen zu bekommen, mussten sie sie selbst herstellen. Und ich vertrete die gleiche Sichtweise: Einige Dinge, an die du nicht rankommst, musst du dir eben selbst bauen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Keltische Musik war also der Startpunkt f\u00fcr dich?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: Es war das Folkrevival der 1960er, das f\u00fcr mich den Ausgangspunkt bildete. Ich machte meine erste Feldaufnahme von traditioneller englischer Tanzmusik als ich dreizehn war. Ich hatte ein Tonbandger\u00e4t, das unglaublich viele Batterien verbrauchte, aber Aufnahmen von fantastischer Qualit\u00e4t machte. Das war noch das Zeitalter vor den Kassettenrekordern. Ich habe traditionelle Musik immer geliebt und hatte immer eine sehr fixierte Sicht auf Musik als die einzig wahre Religion. Aber es kamen eben immer wieder Dinge vorbei, die meinen Glauben komplett zerst\u00f6rt haben. 1960 sangen wir alle Folksongs ohne Begleitung. Als ich dann zum ersten Mal bulgarische Musik geh\u00f6rt habe, konnte ich das nicht glauben. Diese Tiefe der Gef\u00fchle hat mich erschreckt! Es war, als ob unsere eigene Musik keine Gef\u00fchle h\u00e4tte! Trotzdem muss ich sagen, dass einige der bulgarischen Texte nicht an die Melodien herankommen. Es kann also passieren, dass du wegen einer Melodie anf\u00e4ngt zu weinen, aber wenn du dann den Text \u00fcbersetzt, dann ist das \u00fcberhaupt nicht interessant. Als ich es schaffte, das Trio Bulgarka zu einer Zusammenarbeit mit Kate zu bewegen, kam ich im Studio an und die Damen nahmen mich in ihre Arme und fingen ganz nahe an meinen Ohren an zu singen. Sie haben nicht aufgeh\u00f6rt, bis ich in Tr\u00e4nen ausbrach. Das war ihre Art, danke zu sagen. Das werde ich nie vergessen, diese unglaublich sch\u00f6ne Musik. Doch das Gleiche war mir eben fr\u00fcher auch mit der irischen Musik meiner Familie passiert. Die Familie meiner Mutter kam aus dem County Waterford im S\u00fcdosten. In London ging ich in eine Schule, die voll mit S\u00f6hnen irischer Eltern war. Einer dieser Jungen war der irische Fiddler Kevin Burke, der Tanzmusik aus Sligo spielte (Anmerkung des Autors: Kevin spielte sp\u00e4ter bei der irischen Supergroup Planxty und ist der Fiddler auf \u201eViolin\u201c). Ich will die Musiker aus Waterford nicht verunglimpfen, aber mein Gott, dieser Typ konnte spielen! Ich ging eines Tages an der Schule entlang, und aus dem Geb\u00e4ude kam diese Musik. Ich dachte, ich w\u00fcrde halluzinieren. Kevin war ein Wunderkind, er war damals gerade 15, 16 Jahre alt und spielte diese komplexe, ph\u00e4nomenale irische Fiddlemusik. Der Flow war unglaublich, die Komplexit\u00e4t der Rolls und Triolen verbl\u00fcffend. Ich wurde s\u00fcchtig nach dem Fiddlestil aus Sligo. Zwei Jahre habe ich gebraucht, um gerade einmal eines der grundlegenden Ornamente zu lernen, den Roll. Nur unter gro\u00dfen M\u00fchen machte ich Fortschritte. Aber ich hatte die Vorstellung, dass es doch toll w\u00e4re, an einer der irischen Tanzmusikwettbewerbe teilzunehmen, einfach zum Spa\u00df. Also fragte ich Kate, ob sie ein paar Akkorde auf dem Klavier lernen w\u00fcrde. Es gab diese fantastischen Aufnahmen von traditioneller irischer Tanzmusik mit einem Klavier im Hintergrund. Alle Folkies haben sie gehasst, das Piano war f\u00fcr sie des Teufels, es musste eine Gitarre dabei sein bei den Puristen. Da gab es diese Frau namens Bridie Lafferty und sie spielte ein grauenhaftes Piano zu der unglaublichen Fiddle, oft in einer v\u00f6llig anderen Tonart. Also fragte ich Kate: \u201eKannst du bitte lernen, wie Bridie Lafferty zu spielen? Mein Vater zeigte ihr daraufhin einige Akkorde auf dem Klavier, eigentlich nur zwei, und sie hat das unglaublich schnell kapiert, ganz anders als ich auf der Geige.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wie alt war sie da?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: Sie muss da ungef\u00e4hr zehn Jahre alt gewesen sein und ich f\u00fcnfzehn. Was passierte, ist, dass es ihr langweilig wurde darauf zu warten, dass ich mal irgendwann den Fiddlepart spielen konnte. Denn ich habe einfach zu sp\u00e4t angefangen. Wenn du anf\u00e4ngst Geige zu spielen, dann brauchst du einen Onkel, der dir eine Kopfnuss gibt, wenn du falsch spielst. Und du musst jung anfangen, damit sich die Knochen in deinem Handgelenk noch ein bisschen verformen k\u00f6nnen und du nicht das Gef\u00fchl in allen Fingern verlierst, wenn du spielst. Mit all diesen Problemen hatte ich zu k\u00e4mpfen. Kate wurde also \u00fcberdr\u00fcssig mich zu begleiten, sie rann davon und fing an, ihre eigenen Sachen zu schreiben. So kam sie zum Songwriting! Es hat f\u00fcr uns alle mit der keltischen Musik angefangen und sich dann in eine v\u00f6llig andere Richtung entwickelt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Aber die irische Musik kommt ja immer wieder hoch in ihren Songs, etwa in \u201eNight Of The Swallow\u201c oder im \u201eJig Of Life\u201c, wo sich Irisches mit einer griechischen Melodie verkn\u00fcpft. Dieser Song interessiert mich sehr, da er einer meiner Liebelingssongs von Kate ist. Hast du diese Melodie entdeckt?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: Oh ja, habe ich, eine Melodie aus dem Anastenaria-Ritual. Ich erz\u00e4hl dir, wie der \u201eJig of Life\u201c zustande kam: Anastenaria ist ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Ritual, dass in Nordgriechenland und Bulgarien praktiziert wird. Das Verbl\u00fcffende ist, dass diese alten Leute auf dem Feuer tanzen, und zwar minutenlang. Es ist nicht wie der jamaikanische Feuertanz, den ich im Fernsehen gesehen habe, wo die Leute einfach mal drei kurze Schritte \u00fcbers Feuer t\u00e4nzeln und das war\u2018s. Diese Leute schlurfen richtig in den Flammen herum. Dass sie das k\u00f6nnen, liegt am Timing mit der Musik und an ihrem tiefen Glauben. Dieses Ritual geht weit, weit zur\u00fcck bis in dionysische Zeiten. Ich verfiel diesem Rhythmus, der auf der Tupan gespielt wurde. Eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Trommel, bei der ein d\u00fcnner Schlegel auf der Seite ruht und der andere Schlegel spielt, das gibt einen rasselnden Effekt wie bei der Snare Drum. F\u00fcr mich h\u00f6rt sich das an, als w\u00fcrde das ganze Haus knarren und sich bewegen. Dazu tanzen die Leute und halten diese wundersch\u00f6nen Ikonenbilder im Namen des Heiligen Konstantin.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wie hat sich dann die urspr\u00fcngliche Musik aus den Ritualen zu dem entwickelt, was wir auf \u201eHounds of Love\u201c h\u00f6ren? Hast du das arrangiert?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: Ich habe es nach Irland mitgenommen und es einer Gruppe von irischen Musikern gelehrt. Bill Whelan wurde als Produzent ausgew\u00e4hlt, um sie zu gruppieren. Meine Aufgabe war im Grunde, drei Tage nach Irland zu gehen und Bill Whelan diese Melodie beizubringen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich m\u00f6chte dich unbedingt etwas \u00fcber deine seltsamen Instrumente fragen, die man ja auch auf Kates Alben h\u00f6rt, wie zum Beispiel das omin\u00f6se Strumento de Porco auf \u201eKashka From Bagdad\u201c und \u201eEgypt\u201c (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kQz_xIpFKkw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier <\/a>zeigt Paddy es bei 13\u201806). Mit den ganzen Instrumenten, die du gebaut hast, h\u00e4ttest du ja eigentlich viel mehr CDs ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen als du es getan hast. Sind das also eher Auftragsarbeiten f\u00fcr andere Musiker gewesen?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: All diese Instrumente habe ich gebaut, als ich Instrumentenbau studiert habe. Das waren alles Projekte aus Leidenschaft. Was das Strumento de Porco angeht: Sie wollten, dass wir eine Kantele bauen, eine finnische Kastenzither. Aber das war mir zu simpel, ich wollte etwas Komplizierteres bauen. Ich schaute ein mittelalterliches Stundenbuch aus Italien durch und fand eine Illustration, auf der ein Engel ein Instrument spielte, <a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4922\" rel=\"attachment wp-att-4922\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4922\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/instrumento1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/instrumento1.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/instrumento1-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>das da \u201eStrumento De Porco\u201c genannt wurde und tats\u00e4chlich die Form eines Schweins hatte, im Grunde war es ein Psalterium. Es ist verr\u00fcckt: In London liegt seit den 1960ern ein Schiff aus dem 19. Jahrhundert namens Cutty Sark in den Docks, ein Klipper, der im Einsatz war, um Tee aus China zu transportieren. Ich liebte dieses Schiff, und eines Tages ging ich dort spazieren und sah, dass sie Restaurierungsarbeiten vornahmen. Sie ersetzten einige St\u00fccke, die in die Planken hineingehen, um sie wasserfest zu machen. Sie brachen die alle raus und arbeiteten sich immer weiter im Rumpf nach unten vor. Es wurde Abend und niemand war mehr in der Umgebung zu sehen. Also kletterte ich rein, mit dem Schatten dieses gigantischen Schiffsrumpfes \u00fcber mir, und ich stahl f\u00fcnf oder sechs dieser St\u00fccke, die aus Eisenholz gefertigt waren, ein so hartes Holz, das jede S\u00e4ge davon stumpfe Z\u00e4hne bekommt. Die R\u00fcckseite des Strumento de Porco ist aus dem Holz der Cutty Sark gemacht. Das habe ich bisher niemandem erz\u00e4hlt. Naja, die Teile lagen da halt rum und ich dachte, sie schmei\u00dfen sie ohnehin weg. Das war eine wertvolle Quelle: Holz, das vielleicht Hunderte von Malen nach China und zur\u00fcck gereist war, \u00fcber die verr\u00fccktesten Meere der Welt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">W\u00fcrdest du sagen, das war das verr\u00fcckteste Instrument, das du gebaut hast?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: M\u00f6glich. Aber es hat einen sch\u00f6nen, sanften Sound, es klingt manchmal fast wie eine elektrische Klingel, denn es wird ja mit kleinen H\u00e4mmerchen gespielt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hast du denn deine Instrumente mal ausgestellt?<\/p>\n<p><strong>Paddy<\/strong>: Die Dinge haben sich auf eine etwas seltsame Weise verselbstst\u00e4ndigt. Es war sehr frustrierend, diese Instrumente zu bauen. Unsere Standards f\u00fcr die Konstruktion waren sehr hoch, denn diese Instrumente waren seit ihrer Originalzeit nicht mehr gebaut worden, wir waren die ersten, die eine Rekonstruktion versuchten. Um die Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit zwischen der Zeit des Baus und dem Ergebnis zu ver\u00e4ndern, fing ich an, Instrumente mit anderen Materialien zu bauen, Materialien, mit denen es schneller ging. Ich baute zum Beispiel eine ganze Serie von Instrumenten aus Filz, die sahen aus wie Barockinstrumente, waren aber dazu gemacht, um mit ihnen zu schmusen, Kuschelinstrumente. Es war wunderbar, diese Instrumente zu bauen und sie unglaublich sch\u00f6nen Frauen zu schenken. Die sa\u00dfen dann da und haben diese sch\u00f6nen Instrumente gestreichelt, die ich in nur wenigen Tagen fertig bauen konnte. Ich baute also pl\u00f6tzlich Instrumente, die Arme und Beine hatten. Eines Tages bot man mir an, eine Ausstellung in der White Chapel Art Gallery zu machen, das war 1975 oder 1976. Ich habe wirklich eine Menge ungew\u00f6hnlicher Instrumente gemacht. Violinen mit Armen und Beinen, f\u00fcr die ich ein Kamasutra geschrieben habe. Es war ein Riesenspa\u00df, diese Ausstellung zu machen. Das Tolle an Ausstellungen ist: Nicht jeder wei\u00df, dass du der K\u00fcnstler bist. Du kannst also rumstehen und die Reaktionen der Leute auf deine Arbeiten beobachten. Das ist eine sch\u00f6ne, indirekte Kommunikation mit den Menschen. Also: Das Strumento de Porco ist nicht das verr\u00fcckteste Instrument, da sich gemacht habe! Und einige davon bringen nicht einmal Musik hervor. Aber sie machen die Menschen gl\u00fccklich \u2013 oder bringen sie zum Lachen. \u00a9<strong> Stefan Franzen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schlusstakte von \u201eThe Red Shoes\u201c verklingen, Paddy beantwortet ein paar Fragen und ich blicke unruhig auf meine Uhr. Er sei etwas m\u00fcde, denn um in die Schweiz zu kommen, war er sehr fr\u00fch aufgestanden, hat man uns am Anfang schon gesagt. Zudem hat er deutlich die vorgesehene Zeit seines Vortrags \u00fcberschritten. 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