{"id":2500,"date":"2014-09-11T07:11:25","date_gmt":"2014-09-11T05:11:25","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=2500"},"modified":"2014-10-04T18:29:04","modified_gmt":"2014-10-04T16:29:04","slug":"visuell-und-akustisch-atemberaubend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/morningfog.de\/?p=2500","title":{"rendered":"&#8222;Visuell und akustisch atemberaubend&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/apollo1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2501\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/apollo1.jpg\" alt=\"apollo1\" width=\"620\" height=\"465\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/apollo1.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/apollo1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a>Von Frank Schmitz<\/strong><br \/>\nNun hat mich Kate also das zweite Mal dazu gebracht nach London zu Reisen. Das erste Mal ist jetzt 20 Jahre her und war von der bangen Hoffnung getragen, dass sich Kate bei einer Fan-Convention in London zeigen w\u00fcrde. Sie erschien damals auch f\u00fcr wenige Minuten, sprach zu uns und verschwand wieder, ohne einen Ton zu singen. Trotzdem blieben wir alle vollkommen begl\u00fcckt zur\u00fcck. Ich kaufte mir ein Shirt als Andenken, mit dem festen Vorsatz es zu tragen, falls sie Konzerte gibt. Es verschwand in meinem Schrank f\u00fcr lange Zeit (So I bury it and forget).<br \/>\nVollkommen anders die Situation dieses Mal. Es war klar, dass Kate Bush auftreten w\u00fcrde und Dank ausgiebiger Internet-Recherche hatte ich schon eine gewisse Vorstellung davon, was mich erwachtet. Also grub ich mein Shirt aus (eshatte sich \u00fcberraschend gut gehalten) und machte mich auf den Weg nach London, getreu dem auf dem Shirt aufgedruckten Motto &#8222;It&#8217;s really happening to ya&#8220;.<\/p>\n<p>Das Eventim Apollo war als Veranstaltungsort absolut super. Wunderbare Atmosph\u00e4re und eine sch\u00f6ne Gr\u00f6\u00dfe.\u00a0 Man sp\u00fcrte eine positive Anspannung bei den Zuschauern &#8211; alle in der Erwartung, dass etwas gro\u00dfartiges passieren w\u00fcrde. Als Kate dann endlich auf die B\u00fchne kam, l\u00f6ste sich die Spannung in Jubel auf. Erleichtert stellte ich fest, dass ihre Stimme auch live gro\u00dfartig ist. Der Sound war erstklassig und auch in den oberen Reihen perfekt. Die Show war bei den ersten Songs wenig spektakul\u00e4r, was aber auch egal war. Im Nachhinein glaube ich, war das der Pflichtteil\u00a0 des Konzerts, um den Fans zu mindestens ein paar Hits zu liefern.<br \/>\nDann explodierte eine Konfetti-Wolke und l\u00e4utete den Start der eigentlichen Show ein: The Ninth Wave! Leider hat es das Konfetti nicht bis in die oberen Reihen zu mir geschafft. Ein Andenken weniger.<br \/>\nDie Show war visuell und akustisch atemberaubend. Es waren Boxen im ganzen Theater verteilt und erzeugten einen unglaublichen Surround-Klang. Einziger Schwachpunkt war f\u00fcr mich eine nicht enden wollende Theater-Szene zwischen Vater und Sohn. Sie war meiner Meinung nach viel zu lang und zerst\u00f6rte die aufgebaute Spannung. Ich war erleichtert, als Kate wieder auf der B\u00fchne auftauchte (netter Effekt als sie pl\u00f6tzlich hinter der T\u00fcr stand) und es weiter ging.<br \/>\nNach der Pause folgte A Sky Of Honey. Der Teil hat mir noch besser gefallen als The Ninth Wave. Die visuellen Effekte verst\u00e4rkten die Musik und verschmolzen zu einem Gesamtkunstwerk. Es gab unglaubliche Aufnahmen von fliegenden V\u00f6geln, wunderbare Farbeffekte und eine anr\u00fchrend gespielte Marionette. Nahezu perfekt, wenn nicht zwischendurch Bertie gesungen h\u00e4tte. Ich wei\u00df, dass es ohne Bertie dieses Konzert nicht gegeben h\u00e4tte und wir ihn alle deshalb auf ewig dankbar sein m\u00fcssen. Aber seine Leistung fiel gegen\u00fcber all den anderen gro\u00dfartigen K\u00fcnstlern auf der B\u00fchne schon ziemlich stark ab.<br \/>\nDie Zugaben waren magisch, erst Kate alleine am Klavier und dann eine unglaublich kraftvolle Version von Cloudbusting. Als sie dann noch das Publikum aufforderte mitzusingen, hatte die Stimmung ihren absoluten H\u00f6hepunkt erreicht, zusammen mit Kate zu feiern. Leider war danach das Konzert zu Ende. Ich h\u00e4tte noch ewig weitere Live-Versionen ihrer Songs anh\u00f6ren k\u00f6nnen. Es wurde mir nochmal deutlich, wie gro\u00df die L\u00fccke ist, die durch die 35 Jahre Konzertpause entstanden ist. Viele gro\u00dfartige Lieder werden niemals live gespielt werden.<br \/>\nMein Fazit: Mit dem ersten Kate Bush-Konzert war es wie mit dem ersten Sex: Es war nicht ganz so wie man es sich immer vorgestellt hat, aber es war trotzdem wundersch\u00f6n und man m\u00f6chte mehr davon.<br \/>\nIch werde jedenfalls mein Shirt waschen und in den Schrank legen. Wer wei\u00df, vielleicht kommt es nochmal zum Einsatz. Aber das entscheiden ganz alleine Kate und Bertie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Frank Schmitz Nun hat mich Kate also das zweite Mal dazu gebracht nach London zu Reisen. Das erste Mal ist jetzt 20 Jahre her und war von der bangen Hoffnung getragen, dass sich Kate bei einer Fan-Convention in London zeigen w\u00fcrde. 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