{"id":1528,"date":"2014-03-06T07:15:08","date_gmt":"2014-03-06T06:15:08","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?p=1528"},"modified":"2014-02-11T22:31:11","modified_gmt":"2014-02-11T21:31:11","slug":"fur-mich-gehoren-klassik-und-kate-immer-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/morningfog.de\/?p=1528","title":{"rendered":"&#8222;F\u00fcr mich geh\u00f6ren Klassik und Kate immer zusammen&#8220;"},"content":{"rendered":"<div><em><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/thomas620.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1529 \" alt=\"thomas620\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/thomas620.jpg\" width=\"620\" height=\"349\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/thomas620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/thomas620-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><br \/>\n<\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Unter dem K\u00fcnstlernamen Summerchild ver\u00f6ffentlicht Thomas seine erste eigene CD &#8222;<a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?p=1502\" target=\"_blank\">Love &amp; Lavender<\/a>&#8222;<em>. <\/em>Im Interview erz\u00e4hlt er etwas \u00fcber die Entstehung seiner Kompositionen, die Verbindung zwischen Klassik und Popmusik und sein neues Projekt.<br \/>\n<em><br \/>\nMorgen erscheint Deine erste, selbst produzierte CD &#8222;Love &amp; Lavender&#8220;. Wie f\u00fchlt man sich da? Bist Du\u00a0 nerv\u00f6s?<\/em><\/div>\n<div><strong>Thomas<\/strong>: Ich war sehr nerv\u00f6s, als ich die Musik an das Label \u00fcbergeben musste. Das war wohl der schwierigste Schritt: Ein Ende finden und damit zu akzeptieren, dass man die zum jetzigen Zeitpunkt vorhandenen, also noch beschr\u00e4nkten technischen M\u00f6glichkeiten ausgesch\u00f6pft hat. Da ich noch ganz am Anfang meines kompositorischen Schaffens stehe und mich k\u00fcnstlerisch nicht nur als Musiker definiere, ist der Release noch recht entspannt.<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><em>Beim komponieren Deiner Songs hast Du Dich neben klassischer Musik vor allem auch von Kates Album &#8222;Aerial&#8220; inspirieren lassen. Die Ankl\u00e4nge in Deinen St\u00fccken sind un\u00fcberh\u00f6rbar. Ist es eigentlich f\u00fcr einen Komponisten schwer, sich von seinen Inspirationen wieder zu l\u00f6sen und einen eigenen musikalischen Weg zu finden?\u00a0<\/em><\/div>\n<div><strong>Thomas<\/strong>: F\u00fcr mich geh\u00f6ren Klassik und Kate immer zusammen. Generell finde ich die deutsche Erfindung, Musik in E- und U-Musik zu trennen, wenig sinnvoll. Kate zeigt besonders in ihren sp\u00e4ten Alben ihre starke Affinit\u00e4t zur Klassik. Ich benutze den Begriff &#8222;Klassik&#8220; weniger um damit auszudr\u00fccken, dass die St\u00fccke eine spezielle formale oder harmonische Anlage haben, oder gar von der Instrumentation her klassisch sind, sondern viel mehr fehlt mir bei der heutigen &#8222;U-Musik&#8220; der Werkcharakter und eine Poetik im Sinne einer speziellen Musik\u00e4sthetik. Damit meine ich, dass es f\u00fcr mich nichts Widerspr\u00fcchliches ist Musik zu machen, die dem ersten Urteil nach Popmusik ist, aber in ihrem Konzeptgedanken klassische Z\u00fcge aufweist. &#8222;Aerial&#8220; ist f\u00fcr mich das Album einer Romantikerin des 21. Jahrhunderts und so w\u00fcrde ich sagen, dass mich &#8222;A sea of honey&#8220; vielmehr in seiner \u00c4sthetik und Poetik inspiriert hat, als rein durch satztechnische und klangliche Elemente. Beim Komponieren konnte ich mich wieder gut von Kate l\u00f6sen, da rein instrumentale Musik in ihrer Dramaturgie dann doch nochmal anders funktioniert.<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><em>So wie auf &#8222;Aerial&#8220; ein Tagesablauf musikalisch geschildert wird, widmest Du Dich auf &#8222;Love &amp; Lavender&#8220; dem Jahreszeitenzyklus: der Lavendel bl\u00fcht, das Feld wird abgeerntet und zum Schluss ist das Feld winterlich mit Schnee bedeckt. Hat es mit Deiner Pr\u00e4gung durch klassische Musik zu tun, dass Du Dich direkt an ein Konzeptalbum herangewagt hast?<\/em><\/div>\n<div><strong>Thomas<\/strong>: Ja. Ich glaube das liegt daran, dass ich bisher immer mit musikalischen Gesamtkonzepten konfrontiert wurde. Wenn ich Musik h\u00f6re, dann nehme ich mir daf\u00fcr ausgiebig Zeit, um sie in ihrer Gesamtheit wahrzunehmen und zu verstehen. So ist es verst\u00e4ndlich, dass ich als H\u00f6rer gerne einen roten Faden finde, der mich wie bei einem guten Roman durch die Musik f\u00fchrt. Beim Komponieren stelle ich fest, dass oftmals ein Song aus einem vorhergehenden geboren wird und ich dadurch instinktiv Br\u00fccken zwischen den Tracks schlage. Die Songs inspirieren sich irgendwann gegenseitig und so bestimmt der eine \u00fcber die Ausgestaltung des anderen. Es kann zwar passieren, dass einige Tracks dann nicht mehr als einzelner Titel funktionieren, doch ging es mir bei Love &amp; Lavender genau darum, dass ich einen Seelenzustand beschreibe, der sich nur in der Gesamtheit seiner Facetten nachempfinden l\u00e4sst. Musik ist eine zweite Sprache, ein Partner, den man im Laufe der Zeit immer besser und von verschiedenen Seiten kennenlernt. Ob es tats\u00e4chlich ein Konzeptalbum ist oder ein Album mit einer speziellen thematischen \u00dcberschrift, muss am Ende der H\u00f6rer f\u00fcr sich entscheiden. Auf Kate bezogen stelle ich fest, dass eigentlich jedes ihrer Alben ein Konzept, eine Phase, ein gro\u00dfes, \u00fcbergeordnetes Thema hat und somit auch zurecht zum Konzeptalbum interpretiert werden k\u00f6nnte.<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die Musik von &#8222;Love &amp; Lavender&#8220; beschreibst Du selbst als &#8222;Charakterst\u00fccke im Mantel der Popmusik&#8220;. Wie gerne tr\u00e4gst Du den Mantel &#8222;Popmusik&#8220;? Kannst Du auch Rockmusik?<\/em><\/div>\n<div><strong>Thomas<\/strong>: Der Mantel der Popmusik st\u00f6rt mich \u00fcberhaupt nicht. K\u00fcnstler die Musik machen wie ich, werden immer mit der Schwierigkeit konfrontiert sein, dass sie f\u00fcr die Klassik zu jung und neu und f\u00fcr die Popmusik eventuell zu ruhig bzw. zu wenig kommerziell sind. Die Lieder auf Love &amp; Lavender beschreiben einen au\u00dfermusikalischen Inhalt, der teils sehr lautmalerisch inszeniert wird. Von der Besetzung, der Melodik und Harmonik funktioniert die Musik aber eher wie Singer-\/Songwriter-Musik. &#8222;Rockmusik&#8220; gef\u00e4llt mir da als Begriff schon fast besser als &#8222;Pop&#8220;, da er nicht schon aus sich selbst heraus eine Massentauglichkeit ausdr\u00fcckt. Ich w\u00fcrde also nicht ausschlie\u00dfen, dass ich in Zukunft auch Elemente der Rockmusik in mein musikalisches Vokabular integriere. Ich habe generell keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste was Musik angeht, sondern bin sehr neugierig.<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><em>Du arbeitest bereits an Deiner zweiten CD. Was erwartet uns da?<\/em><\/div>\n<div><strong>Thomas<\/strong>: Momentan befinde ich mich mitten in den Arbeiten an meinem n\u00e4chsten Album. Auch dieses Album wird ein \u00fcbergeordnetes Sujet haben, das aus meiner Kindheit stammt. Im Gegensatz zu Love &amp; Lavender haben die meisten Tracks aber die F\u00e4higkeit, auch alleine f\u00fcr sich zu stehen. Durch Love &amp; Lavender konnte ich sehr viel Erfahrung sammeln und somit habe ich einiges dazu gelernt, was Produktion und Klang angeht. Kompositorisch sind die Tracks schneller und gehen mehr in die Richtung Weltmusik. S\u00fcdstaatenkl\u00e4nge, keltische Sounds, spanische und orientalische Kl\u00e4nge erg\u00e4nzen sich mit Minimalmusic zu einer kleinen bunten Weltreise. Das n\u00e4chste Album klingt also sehr viel beschwingter und bedient sich deutlich mehr an Dur-Akkorden, als es Love &amp; Lavender tut.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem K\u00fcnstlernamen Summerchild ver\u00f6ffentlicht Thomas seine erste eigene CD &#8222;Love &amp; Lavender&#8222;. Im Interview erz\u00e4hlt er etwas \u00fcber die Entstehung seiner Kompositionen, die Verbindung zwischen Klassik und Popmusik und sein neues Projekt. Morgen erscheint Deine erste, selbst produzierte CD &#8222;Love &amp; Lavender&#8220;. Wie f\u00fchlt man sich da? Bist Du\u00a0 nerv\u00f6s? 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