{"id":5120,"date":"2018-03-30T17:15:11","date_gmt":"2018-03-30T15:15:11","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?page_id=5120"},"modified":"2018-03-30T17:15:11","modified_gmt":"2018-03-30T15:15:11","slug":"kate-in-polaroids","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/morningfog.de\/?page_id=5120","title":{"rendered":"Kate in Polaroids"},"content":{"rendered":"<p>Kate in Polaroids? Klingt ein bisschen old-school, aber Michael kann es erkl\u00e4ren. Hauptberuflich ist er Lehrer in Mainz, Kate-Fan durch und durch und pflegt seine Leidenschaft f\u00fcr die Fotografie. Schon etwas l\u00e4nger hat Michael davon gesprochen, mal ein Kate-Projekt zu realisieren \u2013 das liegt jetzt vor. Zw\u00f6lf Polaroids zu Songs von Kate, die in seinem Leben eine besondere Bedeutung hatten und haben. Bis Dezember wird es also jeden Monat ein Bild von Michael im Blog geben. Zum Auftakt erz\u00e4hlt er, was die Fotografie f\u00fcr ihn bedeutet, warum er lieber auf analoge Fotografie setzt und wie es zu dem Projekt gekommen ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4272\" rel=\"attachment wp-att-4272\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4272\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/md450.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/md450.jpg 450w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/md450-248x300.jpg 248w\" alt=\"md450\" width=\"450\" height=\"544\" \/><\/a><em>F\u00fcr Dich ist die Fotografie eine Erinnerung, das Einfrieren eines Momentes, die Vergangenheit festzuhalten, sie unverg\u00e4nglich zu machen. Wann hast Du angefangen zu fotografieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Nun, die Frage w\u00e4re zun\u00e4chst, was DU unter \u201efotografieren\u201c verstehst. Meine erste Kamera bekam ich mit zehn Jahren, eine Agfamatic Pocket.Kamara. Wenig sp\u00e4ter schenkte mir mein Vater meine erste Spiegelreflexkamera, eine Cosina CT-1. 1999 gab es meine erste Digitalkamera (ein Megapixel), und ich legte dummerweise die analoge Kamera dann f\u00fcr viele Jahre zu Seite. In dieser Zeit knipste ich zwar viel, machte mir aber wenig Gedanken \u00fcber Bildkomposition und -wirkung. 2009 kaufte ich mir dann eine digitale Spiegelreflexkamera, und ab diesem Jahr, w\u00fcrde ich behaupten, begann ich wirklich zu fotografieren. Wenig sp\u00e4ter begann ich auch Fotos auszustellen. Allerdings gefiel mir die \u201edigitale \u00c4sthetik\u201c meiner Fotos nicht, also griff ich wieder zu meiner analogen Kamera, fing an, Filme selbst zu entwickeln. Ich begann, alte Analogkameras zu kaufen, mit dem Medium Film zu experimentieren. Ab da habe es dann kein Halten mehr.<\/p>\n<p><em>War von Anfang der Wunsch da, Momente Deines Lebens festzuhalten?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Im Nachhinein betrachtet, durchaus. Sp\u00e4testens mit meiner ersten Spiegelreflexkamera. Ich begann, Freunde zu fotografieren, Situationen, bereiste Orte. Insbesondere meine erste (leider unbeantwortete) Liebe habe ich portr\u00e4tiert. Und ebenfalls im Nachhinein habe ich festgestellt, dass ich schon als Jugendlicher sehr wohl auf Bildkomposition wert legte. Ich habe von Anfang an meine Negative akribisch in Ordnern aufbewahrt, fein s\u00e4uberlich beschriftet. Das ein oder andere Negativ scannte ich mittlerweile ein, sozusagen \u201eFr\u00fchwerke\u201c.<\/p>\n<p><em>Was macht f\u00fcr Dich den Reiz aus, mit analogen Kameras, vor allem aber auch mit Polaroid zu arbeiten? Hat das auch etwas mit dem \u201eMoment\u201c zu tun, der dann unab\u00e4nderlich eingefroren ist, anders vielleicht, als bei digitaler Fotografie?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Analoge Fotografie ist eine bewusste \u00e4sthetische Entscheidung. Ich fotografiere auf Farb- und Schwarzwei\u00dfmaterial, und ich liebe es, mit abgelaufenen Filmen zu arbeiten. F\u00fcr meine letzte Ausstellung habe ich zum Beispiel alle zehn St\u00e4dte besucht, in denen ich jemals gewohnt habe (u.a. Leipzig, Mannheim, Trier, \u2026.), und habe auf SW-Filmen fotografiert, die in der Zeit abgelaufen sind, zu der ich dort gewohnt habe. Ergo waren da Filme dabei, die 1967 abgelaufen sind. Das Material tr\u00e4gt dann ebenfalls zum Ergebnis bei, nicht nur der Fotograf. Au\u00dferdem ist ein Polaroid ein Unikat, da es hier keine Negative gibt.Au\u00dferdem haben Polaroid-Fotos eine Anmutung, die kein anderes Material besitzt. Auch die neuen Impossible-Filme haben immer Bildfehler, Farbverschiebungen oder sonstige \u201eFehler\u201c, die f\u00fcr mich besonders reizvoll sind. Eines der Bilder habe ich sogar mit einem schon l\u00e4ngst abgelaufenen Original-Polaroid angefertigt (auch hier: bewusste \u00e4sthetische Entscheidung), bei dem dann beim Ausl\u00f6sen \u00fcberhaupt nicht klar ist, was der Film aus dem Motiv macht. Analoge Fotografie ist au\u00dferdem noch wirkliches Handwerk, da ich die Filme selbst entwickle und hier auch nach dem Fotografieren noch Einfluss auf das Ergebnis habe. Ferner koche ich auch mal einen Film in Salzwasser, bevor ich ihn benutze, oder behandle ihn mit sonstigen organischen oder anorganischen Stoffen. Ich modifiziere Kameras (andere w\u00fcrden sagen, ich misshandle sie), um gewisse Bildeffekte zu erzielen. Analoge Bilder bzw. Polaroids scanne ich dann ein, allerdings muss dann auch eine leichte digitale Bearbeitung erfolgen (Tonwertanpassung, Sch\u00e4rfen, und vor allem Fusselentfernung). \u00dcbrigens, wenn man viel analog fotografiert, \u00fcbertr\u00e4gt sich das auch auf die Art und Weise, wie man dann digital arbeitet: weniger Fotos, genaues \u00dcberlegen vor dem Ausl\u00f6sen. Dann braucht man da weniger digitale Nachbearbeitung.<\/p>\n<p><em>Du gehst mit Informationen zu Deinen Bildern ja eher sp\u00e4rlich um. Auf Deiner Internetseite erf\u00e4hrt man nichts \u00fcber den Kontext der Bilder, auch in Ausstellungen bist Du eher zur\u00fcckhaltend. Liegt das daran, dass es sich um Deine \u201eMomente\u201c handelt, Deine Bilder also immer sehr pers\u00f6nlich sind? Selbst Kate erz\u00e4hlt mehr \u00fcber einzelne Songs als Du \u00fcber Deine Bilder.<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Nicht alle Bilder sind sehr pers\u00f6nlich. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Bilder f\u00fcr sich sprechen sollten. Es gab (und gibt immer noch) in der k\u00fcnstlerischen Fotografie eine Str\u00f6mung, die \u201esubjektive Fotografie\u201c genannt wird. Sascha Weidner, der letztes Jahr leider viel zu fr\u00fch verstarb und dessen Arbeiten ich sehr sch\u00e4tze, ist einer der Vertreter der heutigen Zeit dieser Stilrichtung. Wikipedia schreibt dazu unter anderem: \u201eDie Subjektive Fotografie will nicht die objektive Wirklichkeit einer Situation wiedergeben, sondern nur deren bildhafte Deutung, eine subjektive Interpretation des <em>Betrachters<\/em> ist n\u00f6tig und dessen Fantasie gefordert.\u201c Daher w\u00e4re f\u00fcr mich eine Beschreibung des Kontextes eines Fotos oder gar ein Titel ein zu starkes Korsett. F\u00fcr die Polaroid-Serie, die hier ver\u00f6ffentlicht wird, gilt dies genauso. Die Beschriftung der Polaroids stellen keine Titel dar, sondern sind eher als Zitate zu verstehen. Ich tat mich sehr schwer, zu den einzelnen Bildern etwas zu schreiben.<\/p>\n<p><em>Ist es vorstellbar, dass Du als Lehrer f\u00fcr Informatik und Mathematik eine andere Sichtweise aufs Fotografieren hast? Eher eine technische Herangehensweise, dass Du ein Bild wie eine mathematische Formel aufbaust?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Nein, \u00fcberhaupt nicht. Ich denke, dass jeder ambitionierte Fotok\u00fcnstler sehr wohl schon vorher ein Bild im Kopf entwirft bzw. entwerfen sollte. Schlie\u00dflich haben einige Fotok\u00fcnstler sogenannte Skizzenb\u00fccher, in dem Ideen bis hin zu fertigen Bildskizzen festgehalten werden. Au\u00dferdem wehre ich mich gegen diese strenge Einordnung in meine F\u00e4cher, schlie\u00dflich habe ich auch noch Musikwissenschaften studiert und mich in den 90ern an der Komposition von Musik versucht \u2013 es gab sogar damals schon eine Urauff\u00fchrung eines meiner St\u00fccke. Ich habe mich also sehr wohl auch mit anderen Dingen besch\u00e4ftigt als mit Mathematik.<\/p>\n<p><em>Du hast vor einigen Monaten an einem Projekt in einem Bunker teilgenommen und bist mit einer Kamera von 1938 in das Objekt aus den 40ern gegangen. Warum?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Es ist f\u00fcr mich eine \u00e4sthetische Entscheidung, welche Kamera ich mit welchem Filmmaterial f\u00fcr welches Motiv ausw\u00e4hle. Diese Entscheidung treffe ich vorher, muss ich vorher treffen. Das Projekt, welches Du ansprichst, hatte zur Aufgabe, im Hochbunker in R\u00fcsselsheim zu fotografieren. Es sollte dabei ein wenig die Angst und die Beklemmung zum Ausdruck gebracht werden, die im Bunker herrschte, als die Menschen sich bei den Bombenangriffen in dem Bunker befanden. Hier w\u00e4re mir eine Digitalkamera zu n\u00fcchtern. Ich lagere mittlerweile \u00fcber 160 Kameras in meinem \u201eKamerazimmer\u201c, wie ich es nenne. Ich habe also bewusst eine Kamera ausgew\u00e4hlt, die ebenfalls aus der Zeit stammte, in der diese dunklen Schatten \u00fcber Deutschland und Europa lagen. Wer wei\u00df, was diese Kamera damals \u201egesehen\u201c hat.<\/p>\n<p><em>Urspr\u00fcnglich wolltest Du f\u00fcr Dein Kate-Projekt zw\u00f6lf Personen zeigen, jetzt sind es Polaroids zu zw\u00f6lf Songs geworden. Wie kam es dazu?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Wie oben schon angedeutet, handelt es sich bei der Beschriftung der Polaroids nicht um Bildtitel, sondern um Zitate. Ich wollte schon l\u00e4nger einmal eine Serie zu Kate Bush-Liedern machen, hatte auch schon begonnen, allerdings mit anderem Filmmaterial. Aber dann kam ich doch zu dem Schluss, dass der Sofortbild-Film das Medium der Wahl f\u00fcr mich darstellt. Die ganze Serie ist auch ein wenig autobiografisch. Sie bildet quasi meinen Lebensweg seit dem Tod meines Vaters bis heute ab. Hierzu interpretiere ich die einzelnen Kate-Songs \u00e4u\u00dferst subjektiv. Die Musik von Kate war immer f\u00fcr mich da, in allen Lebenslagen. Es gab und gibt f\u00fcr mich \u201ewichtige\u201c Songs, welche ich nun auf meine Art illustriert habe. Eines der Lieder sorgte auch daf\u00fcr, dass ich den Mann meines Lebens kennengelernt habe, mit dem ich nun schon \u00fcber 18 Jahre zusammen lebe. In der Tat wollte ich auch, wie Du angesprochen hast, eine Serie mit Portr\u00e4ts von Kate-Fans machen (fotografiert mit einer zwei\u00e4ugigen Kamera, einer Rolleicord). Vielleicht setze ich dieses Projekt doch noch fort.<\/p>\n<p><em>Wie viele \u201eeingefrorene Momente\u201c h\u00e4ttest Du vom Konzert in London auf Foto gebannt, vor allem welche?<\/em><\/p>\n<p><strong>Michael:<\/strong> Nun, ich habe solche Momente eingefroren. Allerdings habe ich mich an den Appell von Kate gehalten und am Konzertabend s\u00e4mtliche bildgebenden Apparate im Hotelzimmer gelassen. Aber die vier Tage, die wir zusammen mit einem guten Bekannten London verbracht haben, waren wundersch\u00f6n. Einer der Momente, die ich abgebildet habe, war der Moment, als wir am ersten Abend in Hammersmith zum Odeon gelaufen sind und ich die Leuchtschrift \u201eBefore the dawn\u201c das erste Mal sah \u2013 ein unvergesslicher Moment f\u00fcr mich. Das Foto (gebannt auf Dia-Film) h\u00e4ngt nun als Abzug auf Leinwand in meinem Arbeitszimmer und erinnert mich immer wieder an diese wundervollen Tage. Die meisten Fotos sind allerdings digital. \u00dcbrigens stand an dem Abend, als wir im Konzert in London waren, ein junger Mann mit einer Polaroid-Kamera (eine Image Spectra) vor der Halle und fotografierte damit wohl ebenfalls die Leuchtschrift. Leider war er gleich wieder verschwunden, bevor ich ihn ansprechen konnte.<\/p>\n<h2>Januar:<\/h2>\n<h3 class=\"Text\"><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4266\" rel=\"attachment wp-att-4266\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4266\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KP_01a.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KP_01a.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KP_01a-244x300.jpg 244w\" alt=\"kp_01a\" width=\"620\" height=\"762\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">A Coral Room<\/span><\/h3>\n<p class=\"Text\">\u201eOh little spider climbing out of a broken jug\u201c singt Kate in ihrem Song \u201eA Coral Room\u201c. Man sieht das noch unzerbrochene Milchk\u00e4nnchen, eine Person, die aus einem Vorhang heraustritt \u2013 als ob sie zuvor ein Spinnennetz \u00f6ffnet \u2013 und entdeckt dann erst auch die Spinne, \u201ethe spider of time\u201c, das Symbol der Erinnerung. \u201eDie Auseinandersetzung mit dem Tod einer geliebten Person durch die Lieder von Kate ber\u00fchrte mich schon immer. Ich verlor meinen Vater, als ich knapp 21 Jahre alt war\u201c, schreibt Michael zu seinem Polaroid f\u00fcr den Januar. Kate verarbeitet in dem Song den Tod ihrer Mutter. \u201eDie fotografische Auseinandersetzung mit dem Verlust einer geliebten Person beeindruckten mich bei bei Roland Barthes und Sascha Weidner, die musikalische in zwei Liedern von Kate Bush\u201c, erg\u00e4nzt Michael. Und so ist es dann passend zum Lied auch die Mutter, die wir auf dem Milchk\u00e4nnchen sehen\u2026<\/p>\n<h2>Februar:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4288\" rel=\"attachment wp-att-4288\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4288\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KP_02a.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KP_02a.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KP_02a-244x300.jpg 244w\" alt=\"kp_02a\" width=\"620\" height=\"762\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Hello Earth<\/span><\/h3>\n<p class=\"Text\">I get out of my car, step into the night and look up at the sky. And there\u2019s something bright, travelling fast. Look at it go! Michael hat genau den ersten Moment festgehalten: Das Auto steht in der Dunkelheit, die T\u00fcr ist ge\u00f6ffnet, die nur schemenhaft zu erkennende Person tritt in die Dunkelheit. Michael beschreibt es so: \u201eDas Heraustreten aus irgendwas: dem Auto, dem eigenen Schatten, dem bisherigen bzw. vermeintlich vorbestimmten Verlauf des Lebens. Jeder tritt selbst einmal heraus. Hier findet das Heraustreten im Dunklen statt, wo es zun\u00e4chst noch keiner sieht.\u201c Vielleicht der beste Test, wie sich das neue Leben au\u00dferhalb des eigenen Schattens anf\u00fchlt.<\/p>\n<h2>M\u00e4rz:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4336\" rel=\"attachment wp-att-4336\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4336\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/KP_03a.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/KP_03a.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/KP_03a-245x300.jpg 245w\" alt=\"KP_03a\" width=\"620\" height=\"760\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">And Dream Of Sheep<\/span><\/h3>\n<p class=\"Text\">I can\u2019t keep my eyes open \u2013 Wish I had my radio. I tune in to some friendly voices, Talking \u201about stupid things. I can\u2019t be left to my imagination. \u201eStimmen, die zu einem sprechen. Egal, woher sie kommen und was auch immer sie sagen. Einsamkeit hat viele Formen. Einsamkeit kann auch mitten in der Gesellschaft von Freunden eintreten (hierin liegt f\u00fcr mich vielleicht auch eine Parallele zu \u201eAll the love\u201c). Dann ist es vielleicht besser, die Stimmen schweigen\u201c, schreibt Michael zu seinem Polaroid. Ergo ist das Radio in diesem Fall aus, es gibt keine freundlichen Stimmen, die sich \u00fcber allen m\u00f6glichen Sinn oder Unsinn unterhalten. Inspirationsquelle f\u00fcr das Polaroid war das Bild \u201eThe Hogsmill Ophelia\u201c, in dem Ophelia wie bei John Everett Millais im Fluss Hogsmill treibt, allerdings in diesem Fall in einem ziemlich verseuchten Gew\u00e4sser. Ophelia k\u00f6nnte die Inspiration f\u00fcr Kate zu dem The Ninth Wave-Cover gewesen sein, wo sie selbst einsam im Wasser treibt und gerne die freundlichen Stimmen aus dem Radio h\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>April:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4405\" rel=\"attachment wp-att-4405\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4405\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/KP_04A.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/KP_04A.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/KP_04A-244x300.jpg 244w\" alt=\"KP_04A\" width=\"620\" height=\"762\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Under the ivy<\/span><\/h3>\n<p>\u201eEs gab in meinem Leben ein gro\u00dfes Geheimnis, welches ich f\u00fcr mich behalten wollte (mittlerweile wei\u00df ich, dass es viel besser war, es doch zu l\u00fcften)\u201c, beschreibt Michael, warum die Textzeile \u201eIt\u2019s not easy for me to give away a secret\u201c eine der wichtigsten Liedzeilen aus einem Song von Kate f\u00fcr ihn ist. Wie schwer so eine Entscheidung fallen kann, mag schon deutlich machen, wie man in diesem Zusammenhang \u201egive away\u201c \u00fcbersetzt. Wird das Geheimnis gel\u00fcftet? Wird es verraten? Offenbart man es? Gibt man es damit weg? Kate l\u00fcftet das Geheimnis in dem Lied nicht. Der Efeu als immergr\u00fcnes Symbol des Lebens, die wei\u00dfe Rose als Verk\u00f6rperung der Unschuld \u2013 von Michael inszeniert in Verbindung mit einem unschuldig wirkenden jungen Mann. Ist er so unschuldig, wie er wirkt? Verk\u00f6rpert er das Geheminis? Auch MIchael gibt darauf keine Antwort und l\u00e4sst die Fragen zur Interpretation offen.<\/p>\n<h2>Mai:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4441\" rel=\"attachment wp-att-4441\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4441\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/pola05-620.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/pola05-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/pola05-620-245x300.jpg 245w\" alt=\"pola05-620\" width=\"620\" height=\"758\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">The Fog<\/span><\/h3>\n<p>\u201eDie Fotografie war f\u00fcr mich anfangs eigentlich nie wichtig. Und doch war sie es\u201c, sagt Michael zu seinem Polaroid f\u00fcr den Monat Mai. Die Wahl ist auf den Song \u201eThe Fog\u201c gefallen. Die Fotografie ist f\u00fcr ihn eine Erinnerung, das Einfrieren eines Momentes: \u201eVergangenheit festhalten, unverg\u00e4nglich machen. Man h\u00e4lt eine Fotografie in den H\u00e4nden, erinnert sich an den Moment, kann ihn sehen, f\u00fchlen, und fast riechen\u201c, beschreibt er seine Leidenschaft f\u00fcr die Fotografie. In Kates Song hei\u00dft es: Just like a photograph, I pick you up. \/ Just like a station on the radio, I pick you up. \/ Just like a face in the crowd, I pick you up. \/Just like a feeling that you\u2019re sending out, I pick it up. \/ But I can\u2019t let you go. If I let you go, You slip into the fog\u2026.\u00a0 Welche Erinnerung Michael mit diesem Bild bewahren will, ver\u00e4t er nicht. Nur schemenhaft ist eine Person im Sucher zu erkennen und schon muss man r\u00e4tseln, ob sie aus der Vergangenheit stammt oder ob der Fotograf mit dem Moment, der da eingefroren wird, auch die Person an seiner Seite festhalten m\u00f6chte, bevor sie im Nebel des Alltags verschwindet\u2026<\/p>\n<h2>Juni:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4490\" rel=\"attachment wp-att-4490\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4490\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/pola_06-620.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/pola_06-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/pola_06-620-244x300.jpg 244w\" alt=\"pola_06-620\" width=\"620\" height=\"762\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Never be mine<\/span><\/h3>\n<p>Die Textzeile von Kate bei <em>Never be mine<\/em> ist doppeldeutig: I want you as the dream, not the reality. Sich in den Traum zu fl\u00fcchten, in eine heile Welt, weil die Realit\u00e4t nicht das ist, was man sich w\u00fcnscht, ist die offensichtliche Deutungsm\u00f6glichkeit. Man kann es aber auch anders sehen: nicht die Realit\u00e4t ist das Problem, sondern man selbst. Man ist nicht stark genug, sich der Realit\u00e4t zu stellen, sein Leben so zu leben, wie man es m\u00f6chte, fl\u00fcchtet sich stattdessen in (s)eine Traumwelt. Und wenn es noch konkreter um den Menschen in den Tr\u00e4umen oder der Traumwelt geht, bleiben genau die Fragen, denen Michael in seinem Polaroid nachgeht: \u201eWas w\u00e4re wenn? Wenn es doch wahr geworden w\u00e4r? Oder besser doch nicht? Die Gegenwart zeigt es. Der Blick zur\u00fcck (\u00fcber die Schulter), das \u201aVielleicht doch\u2018.\u201c (But I\u2019m looking back over my shoulder\/At you, happy without me) Unklar bleibt, wer mit dem Blick zur\u00fcck \u00fcber die Schulter das \u201eVielleicht doch\u201c erm\u00f6glicht. Schl\u00fcpft der Fotograf in die Rolle des Protagonisten? Tauscht er die Rollen? \u201eAm Zweifel wird man stark, hei\u00dft es. Aber s\u00fc\u00dfe Erinnerungen und der Traum von einem anderen Leben, einem anderen Lebensweg, k\u00f6nnen sch\u00f6n sein. Oder schmerzen\u201c, schreibt Michael. Auch das l\u00e4sst eine weitere Deutung von Bild und Lied zu: der verflossenen Liebe, die man m\u00f6glichst positiv in Erinnerung behalten will, die man vielleicht auch nicht gehen lassen m\u00f6chte und sich deswegen lieber in den Traum fl\u00fcchtet, als sich der Realit\u00e4t zu stellen.<\/p>\n<h2>Juli:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4514\" rel=\"attachment wp-att-4514\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4514\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/KP_07-620.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/KP_07-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/KP_07-620-243x300.jpg 243w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"764\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Lily<\/span><\/h3>\n<p>\u201eDer Hexenkreis, den Kate beschreibt, wird repr\u00e4sentiert durch die vier Erzengel, die wiederum die vier Elemente darstellen. Die vier Elemente werden auch durch vier platonische K\u00f6rper repr\u00e4sentiert\u201c, ist schon alles, was Michael zu seinem Polaroid f\u00fcr den Monat Juli preisgeben will. Vier unterschiedlich geformte K\u00f6rper. Jeder steht also f\u00fcr einen der in Lily besungenen Erzengel, die wir benennen k\u00f6nnen: Gabriel before me, Raphael behind me, Michael to my right, Uriel on my left side. Welche Rolle der Erzengel Michael in diesem Fall spielt, bleibt offen. Das Rot mag auf den Rat von Lily hinweisen: protect yourself with fire. Warum der Schutz notwendig wird, was das Gef\u00fchl \u201elike life has blown a great big hole through me\u201c ausgel\u00f6st hat, erfahren wird nicht, k\u00f6nnen es allenfalls erahnen, wenn wir die zw\u00f6lfmonatige Motivsuche als einzelne Lebensabschnitte deuten \u2013 das heraustreten aus seinem Schatten, die Einsamkeit, das Geheimnis, das man mit sich herumtr\u00e4gt, den Versuch, die Vergangenheit festhalten zu wollen, ganz so, als ob man den Schritt in die neue Zukunft scheut, die Flucht in die Traumwelt und jetzt die Leere, das zusammenbrechende Kartenhaus, das eine Fassade nur noch aufrecht erhalten kann, weil man Schutz sucht, sich von au\u00dfen Hilfe erhofft\u2026<\/p>\n<h2>August:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4549\" rel=\"attachment wp-att-4549\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4549\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/KP_08-620.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/KP_08-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/KP_08-620-247x300.jpg 247w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"752\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">The Man With The Child In His Eyes<\/span><\/h3>\n<p>Vor ein paar Monaten bin ich von der Arbeit nach Hause gefahren. Im Radio setzte vollkommen unvermittelt <em>The Man With The Child In His Eyes<\/em> ein und hat mich mit voller Wucht erwischt. Ich hatte vollkommen vergessen, wie wundervoll dieses Lied ist. Michael f\u00e4ngt in seinem Polaroid die erste Textzeile ein:<em> I hear him before I got to sleep<\/em> \u2013 und macht sie sich zu eigen. \u201eEin leeres Hotelzimmer. Getrennt von dem Liebsten, nur das Telefon als Verbindung zu ihm. Das letzte Telefonat vor dem Schlafengehen\u2026\u201c beschreibt er die Szenerie.\u00a0<em>I realize he\u2019s there<\/em><br \/>\n<em>when I turn the light off and turn over<\/em>, hei\u00dft es im Song weiter. Im Bild ist das Zimmer dunkel, nur durch das Fenster f\u00e4llt Licht. Es gibt unterschiedliche Deutungen, wie man den Song von Kate verstehen kann. Eine davon geht von einem sehr viel \u00e4lteren Freund aus. Den ahnt man auf dem Bild auch verschwommen in \u00dcbergr\u00f6\u00dfe zu entdecken. Es d\u00fcrfte aber ein Trugschluss sein, auch wenn das Foto in Leipzig in der N\u00e4he des ehemaligen Karl-Marx-Platzes entstand\u2026<\/p>\n<h2>\u00a0September:<\/h2>\n<h3 class=\"Text\"><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4839\" rel=\"attachment wp-att-4839\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4839\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pola09-620.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pola09-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pola09-620-244x300.jpg 244w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"762\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Cloudbusting<\/span><\/h3>\n<p class=\"Text\">\u201eErinnerungen, seien sie gut oder schlecht. Auch Erinnerungen an schlechte Phasen des Lebens k\u00f6nnen einen weiterbringen. Abgesehen davon, dass dieser Song von Kate Bush mich an eine ganz besondere Zeit meines Lebens erinnert (sei sie auch gut oder schlecht, das ist hier unwichtig), brachte dieses Lied mich \u00fcberhaupt auf die Musik von ihr\u201c, erz\u00e4hlt MIchael zu dem Kate-Polaroid f\u00fcr September und macht es dem Betrachter diesmal ungewohnt leicht. Ein blauer Himmel, ein angedeuteter Cloudbuster, eine Wolke \u2013 alles ist klar. Genauso wie es klar ist, dass einen auch schlechte Phasen im Leben weiterbringen. Schlie\u00dflich gilt zum Schluss immer: something good is going to happen!<\/p>\n<h2>\u00a0Oktober:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4879\" rel=\"attachment wp-att-4879\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4879\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/KP_10.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/KP_10.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/KP_10-245x300.jpg 245w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"760\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">Running Up That Hill<\/span><\/h3>\n<p class=\"Text\">Running up that hill, erz\u00e4hlt MIchael, \u201ewar eines der ersten Lieder von Kate, die ich bewusst wahrgenommen\u00a0habe. Alleine der Synthyklang zu Beginn des Liedes ruft bis heute freudige Erinnerungen hervor. Und er schl\u00e4gt f\u00fcr mich die Br\u00fccke zu den ersten Polaroids: Viele Erfahrungen sind gemacht. Aber diese muss ich\u00a0nun nicht mehr alleine machen. Es gibt jemanden, der sie mit mir teilt. Mit dem ich sie austauschen kann. Der mich h\u00e4lt. Und das tut sehr gut.\u201d Let\u2019s exchange the experience. Dabei gesteht MIchael ein, dass es eine Umdeutung des Songs sein k\u00f6nnte: \u201eVermutlich geht meine Interpretation in diesem Foto v\u00f6llig an der Intention von Kate Bush vorbei.\u201c Kate hat sich vergleichsweise oft zu dem Song ge\u00e4u\u00dfert. \u201eSo what that song is about is making a deal with God to let two people swap place so they\u2019ll be able to see things from one another\u2019s perspective\u201c, sagt sie in einem Interview. Es geht also um eine Beziehung, um Missverst\u00e4ndnisse, die auftauchen k\u00f6nnen, und den Wunsch, mehr \u00fcber die Sichtweise des Partners zu erfahren. All\u2018 das versucht auch Michael in seiner Deutung unterzubringen: die Partnerschaft, die Freude dar\u00fcber einen Menschen gefunden zu haben. mit dem er seine Erfahrungen austauschen kann, teilen will, weil nur der dauerhafte Austausch eine Partnerschaft erhalten kann. Ob bewusst oder unbewusst greift er dabei zudem abstrakt auf einen Ausschnitt eines bekannten Motivs zur\u00fcck: Die Erschaffung Adams von Michaelangelo aus der Sixtinischen Kapelle. Was k\u00f6nnte besser passen bei einem Song, der eigentlich \u201eA Deal With God\u201c hei\u00dfen sollte?!<\/p>\n<h2>November:<\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4970\" rel=\"attachment wp-att-4970\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4970\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/kp11-620.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/kp11-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/kp11-620-244x300.jpg 244w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"761\" \/><\/a><span style=\"color: #800080;\">An Architect\u2019s Dream<\/span><\/h3>\n<p class=\"Text\">Fotografen sind komische Menschen. Nach drei Jahrzehnten des Wartens hocken sie im Hammersmith Apollo, lauschen Kate Bush, und denken dabei \u00fcber ihre Arbeit nach. So ist es zumindest MIchael beim Set von \u201eA Sky Of Honey\u201c ergangen, als der Song \u201eAn Architect\u2019s Dream\u201c erklang: \u201eBeim Konzert in 2014 wurde mir an dieser Stelle bewusst, dass ich ebenfalls auf Zufall in der Fotografie baue.\u201c Das November-Polaroid ist dementsprechend passend ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr.\u00a0 Michael hat einen abgelaufenen original Polaroidfilm verwendet, und sich \u00fcberraschen lassen, welchen Effekt er damit erzielt. Man sieht den Sonnenuntergang, den Himmel, ein nicht definierbares Leuchten, ganz so, als ob sich die restliche Kraft der Sonne in etwas anderem widerspiegelt. Noch verbl\u00fcffender ist, dass man \u00e4hnlich wie Michael beim Konzert den Eindruck hat, eine B\u00fchne zu betrachten, sich vielleicht gerade erst der Vorhang hebt und das Motiv freigibt. Im Songtext von Kate hei\u00dft es direkt zu Beginn: \u201eWatching the painter painting \/ And all the time, the light is changing \/ And he keeps painting\u201c. Da trifft sich der Fotograf mit dem Maler, der Lichteffekte ganz wesentlich f\u00fcr sein Handwerk nutzt. Dennoch: So ganz kann die Aussage von MIchael, dass er auf den Zufall baut, nicht stimmen. Wer die bisherigen Polaroids betrachtet hat, mekrt sehr schnell, dass er nur wenig dem Zufall \u00fcberl\u00e4sst und die Motive wie von einem Maler eher komponiert oder von einem Architekten geplant wirken.<\/p>\n<h2>Dezember:<\/h2>\n<h3 class=\"Text\"><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=5001\" rel=\"attachment wp-att-5001\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5001\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/KP_12a.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/KP_12a.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/KP_12a-245x300.jpg 245w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"760\" \/><span style=\"color: #800080;\">Aerial<\/span><\/a><\/h3>\n<p class=\"Text\">\u201eSicherlich meinte Kate Bush etwas v\u00f6llig anderes, aber ich frage mich seit einigen Monaten, welche Sprache nun mittlerweile (wieder) salonf\u00e4hig wird. Menschenverachtend. Intolerant. Gef\u00e4hrlich\u201c, schreibt Michael zu seinem Dezember-Polaroid. What kind of language is this? Mit der Holzpuppe ist der Bezug zu den Before the dawn-Konzerten offensichtlich, eine Distel als stilisiertes Mikrofon erg\u00e4nzt das. Wer bei den Konzerten war oder in Before the dawn reinh\u00f6rt, kennt die Antwort auf die Frage: es ist die Sprache des Herzens.<\/p>\n<hr \/>\n<h1 class=\"post-title entry-title\">Kate-Polaroids werden ausgestellt<\/h1>\n<p>Dass die Bilder-Serie <em>Kate in Polaroids<\/em> etwas Besonderes ist, hatte sich schon zu Jahresbeginn angedeutet. Vor dem ersten Polaroid im Januar hatte MIchael D\u00f6rr im Interview erz\u00e4hlt, wie sehr ihm diese Bilder am Herzen liegen: \u201eDie ganze Serie ist auch ein wenig autobiografisch. Sie bildet quasi meinen Lebensweg seit dem Tod meines Vaters bis heute ab. Hierzu interpretiere ich die einzelnen Kate-Songs \u00e4u\u00dferst subjektiv. Die Musik von Kate war immer f\u00fcr mich da, in allen Lebenslagen. Es gab und gibt f\u00fcr mich \u201awichtige\u2018 Songs, welche ich nun auf meine Art illustriert habe. Eines der Lieder sorgte auch daf\u00fcr, dass ich den Mann meines Lebens kennengelernt habe, mit dem ich nun schon \u00fcber 18 Jahre zusammen lebe.\u201c Seit Januar sind bisher sieben der zw\u00f6lf Polaroids erschienen \u2013 im August wird die Serie nun bei den Wiesbadener Fototagen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/?attachment_id=4801\" rel=\"attachment wp-att-4801\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4801\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/pola-ausstell.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/pola-ausstell.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/pola-ausstell-245x300.jpg 245w\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"489\" \/><\/a>Die Wiesbadener Fototage gelten als eines der \u00e4ltesten Fotofestivals in Deutschland und pr\u00e4sentieren zeitgen\u00f6ssische Fotografie. \u201eAlle zwei Jahre zeigen Fotografen ihre aktuellen Werke unter einer jeweils wechselnden thematischen Klammer. In diesem Jahr k\u00f6nnte es besonders spektakul\u00e4r werden, denn die \u00dcberschrift lautet \u201ainsight\u2018 \u2013 es geht um Einblicke in die k\u00fcnstlerische Arbeit, in eine emotionale Welt mit einer eigenen Bildsprache. Die Herausforderung bestand darin, Gedankenwelten, innere Bilder oder biographische Elemente dem Betrachter nahe zu bringen\u201c, hei\u00dft es auf der Internetseite der <a href=\"https:\/\/www.wiesbadener-fototage2017.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fototage<\/a> unter anderem. Genau das traf auf die Bilder von Michael zu, also hatte er sich um die Teilnahme beworben und wurde von der Jury als einer von 37 Fotografen, die nun ihre Arbeiten pr\u00e4sentieren d\u00fcrfen, ausgew\u00e4hlt. F\u00fcr die Fototage hat MIchael sein Polaroid-Konzept leicht variiert. Im Blog war seine Bilder-Serie auf ein Bild f\u00fcr jeden Monat angelegt. F\u00fcr die Ausstellung hat er drei neue Bilder mit einem Textbezug zu Kate erstellt und zwei der Bilder f\u00fcr den Blog gestrichen. Neu ist unter anderem dieses Bild mit dem illuminierten Haus unter einer Glaskuppel. Wer err\u00e4t den dazu passenden Song?<br \/>\nMichaels Bilder werden vom 26. August bis zum 10. September im Hessischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst gezeigt. Mit den Informationen zu seinen Bildern geht Michael in der Ausstellung aber \u00e4hnlich sp\u00e4rlich um, wie auch im Blog. Jedem Polaroid wird eine Textzeile von Kate zugeordnet, das war \u2019s. \u201eDer Betrachter soll durch das Zitat nur eine grobe Anleitung erhalten, was sich genau hinter dem Foto verbirgt\u201c, sagt er dazu. Den Rest muss man sich denken \u2013 was dem textsicheren Kate-Fan leichter fallen mag. Bei der Vernissage am 26. August im Kunsthaus Wiesbaden wird Michael ebenfalls anwesend sein und auch Fragen beantworten. Die beste Gelegenheit f\u00fcr Kate-Fans, ihn zu l\u00f6chern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kate in Polaroids? Klingt ein bisschen old-school, aber Michael kann es erkl\u00e4ren. Hauptberuflich ist er Lehrer in Mainz, Kate-Fan durch und durch und pflegt seine Leidenschaft f\u00fcr die Fotografie. Schon etwas l\u00e4nger hat Michael davon gesprochen, mal ein Kate-Projekt zu realisieren \u2013 das liegt jetzt vor. 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