{"id":2943,"date":"2015-03-01T07:15:03","date_gmt":"2015-03-01T06:15:03","guid":{"rendered":"http:\/\/morningfog.de\/?page_id=2943"},"modified":"2015-09-12T22:29:36","modified_gmt":"2015-09-12T20:29:36","slug":"btd-das-tourbuch","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/morningfog.de\/?page_id=2943","title":{"rendered":"BTD: Das Tourbuch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2944\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook1-620.jpg\" alt=\"tourbook1-620\" width=\"620\" height=\"194\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook1-620.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook1-620-300x93.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Before the dawn \u2013 zu Beginn eine pers\u00f6nliche Impression<br \/>\nVon Beate Meiswinkel<\/h3>\n<p>Platz 58, Reihe L, Circle Block 2. Es ist der 2. September 2014, und ich sitze kerzengerade und in einem Gef\u00fchlszustand irgendwo zwischen euphorischem Freudentaumel und tiefster Ersch\u00fctterung im Londoner Eventim Apollo. In diesem Moment schweben die letzen Kl\u00e4nge von \u201eHello Earth\u201c durch den Raum. Ich bin ganz und gar Zuschauerin und Zuh\u00f6rerin. Ich will, nein ich muss alles aufnehmen, was dort unten auf der B\u00fchne geschieht. Keinesfalls will ich auch nur das Geringste vers\u00e4umen! Denn was ich hier erlebe, ist die Erf\u00fcllung eines lange gehegten Traumes. Meine Augen und Ohren verschlingen alles, was auf der B\u00fchne geschieht, was ich h\u00f6re, was ich sehe. Und doch ist ein Teil von mir von einer Frage abgelenkt: werden sie kommen, jene Worte, die mir so viel bedeuten? Oder w\u00fcrde man sie als unwesentliches Detail betrachten, sie \u00fcbergehen? Die Musik erf\u00fcllt den gesamten Raum, laut Stille vermittelnd. Die Stille einer unergr\u00fcndlichen, undurchdringlichen Tiefe. Schwarz. Bodenlos. Und dann sind sie da, jene gefl\u00fcsterten deutschen Worte, die alles erhellen:<\/p>\n<p><em>&#8222;Tiefer. Tiefer. Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Und damit ist sie f\u00fcr mich besiegelt, die Erf\u00fcllung eines Lebenstraums! Ich bin wirklich und wahrhaftig hier, bei einem Kate Bush-Konzert, bei einer der \u201eBefore the Dawn\u201c Shows. Wahnsinn!<\/p>\n<h3>Before the Dawn \u2013 Das Tourbuch<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2949\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook-400.jpg\" alt=\"tourbook-400\" width=\"400\" height=\"534\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook-400.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook-400-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Ich hatte urspr\u00fcnglich geplant, einen detaillierten Konzertbericht zu schreiben. Hinderlich daran ist, dass mir noch immer die Worte fehlen. Es ist, als wollten sie in mir bleiben, um das zu bewahren, was ich erfahren und was ich empfunden habe. Als k\u00f6nne ich nicht an dieser kostbaren Erinnerung r\u00fchren. Es kommt mir seltsam vor, dass einen der Besuch eines Konzerts derartig tief ber\u00fchrt, andererseits war es nun einmal ein Kate Bush-Konzert, und wer h\u00e4tte je geglaubt, einmal sagen zu k\u00f6nnen: ich war dabei?<br \/>\nAn einem gem\u00fctlichen Sonntagnachmittag sitze ich nun zu Hause und bl\u00e4ttere nachdenklich durch das \u201eBefore the Dawn\u201c Tour-Programm mit seinen teilweise unge\u00f6ffneten Seiten. Warum sind sie nicht aufgeschnitten? Vorsichtige Blicke zeigen, dass sie innen bedruckt und mit Bildern oder geheimen Botschaften angereichert wurden. So gerne w\u00fcrde ich sie \u00f6ffnen, mag aber das kostbare Souvenir nicht zerst\u00f6ren. Dann, mit einem Mal packt es mich. Ich gehe in die K\u00fcche und hole mir ein sehr scharfes Messer. Behutsam trenne ich die Seiten auseinander. W\u00e4hrend ich dies tue, wird das Buch auf einmal vollst\u00e4ndig. Es ist, als \u00f6ffne man eine Schatztruhe! Und auf einmal wei\u00df ich, was ich schreiben m\u00f6chte. Keinen Konzertbericht; ich m\u00f6chte in unserer Sprache wiedergeben, was Kate uns \u00fcber die Hintergrundgeschichte ihrer \u201eBefore The Dawn\u201c-Konzerte mitgeteilt hat. Denn es waren jene deutschen Worte, mit denen \u201eHello Earth\u201c verklingt und \u201eThe Morning Fog\u201c heraufzieht, die mich tats\u00e4chlich begreifen lie\u00dfen: da unten auf der B\u00fchne ist Kate Bush. Live. Es ist wirklich wahr\u2026<\/p>\n<p>Hier also nun das Tourbook. Bevor ich beginne, noch folgende Hinweise: es handelt sich weder um eine w\u00f6rtliche noch um eine vollst\u00e4ndige \u00dcbersetzung. Passagen, in denen ich Kate zitiere, sind in Anf\u00fchrungszeichen und kursiver Schrift dargestellt. Nun aber viel Spa\u00df mit der Geschichte \u201evor der D\u00e4mmerung\u201c!<\/p>\n<h3>Vor der D\u00e4mmerung &#8211; Einleitung<\/h3>\n<p>Im M\u00e4rz 2013 fragte Kate Bush ihren Sohn Albert, Bertie genannt, was er davon hielte, wenn sie einige Konzerte geben w\u00fcrde. Bertie fand die Idee hervorragend und best\u00e4rkte damit seine Mutter darin, ein Projekt in Angriff zu nehmen, das h\u00f6chst anspruchsvoll und aufw\u00e4ndig in Planung, Vorbereitung und Ausf\u00fchrung war, und mit dem es ihr aufs Neue gelang, sich selbst zu \u00fcbertreffen: <em>&#8222;Ich wollte wirklich etwas anderes machen, als an einem weiteren Album zu arbeiten und versp\u00fcrte das echte Verlangen, in Kontakt mit dem Publikum zu treten, das meine Arbeit noch immer zu sch\u00e4tzen wei\u00df.&#8220;<\/em><br \/>\nMit dem ehemaligen EMI- und Polygram-Executive David Munns begab sich Kate Bush auf die Suche nach einem passenden Veranstaltungsort in London f\u00fcr ihre Live Shows. Damit begannen die 18-monatigen Vorbereitungen mit dem <em>&#8222;unbeschreiblichsten Team von Menschen, da man sich nur vorstellen kann.&#8220;<\/em><br \/>\n<em>\u201eDie beiden Schl\u00fcsselfiguren f\u00fcr mich, die ich gleich am Anfang des Projekts besetzen wollte, waren der Beleuchtungs-Designer und der Drummer. Ich sah es als eine bildliche Reise des Lichts, und der Schlagzeuger war das akustisches \u201aHerz\u2018.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst trat Kate Bush an Mark Henderson heran, einen der f\u00fchrenden Beleuchtungsspezialisten am Theater. Nach dessen Zusage wurde ein erster Veranstaltungsort in Augenschein genommen. Dieser war zwar sch\u00f6n, jedoch sehr gro\u00df und eher f\u00fcr Konzerte als f\u00fcr eine Theatervorstellung geeignet. <em>&#8222;Ich wollte wirklich, dass es ein richtiges Theater ist, damit es in die Welt von Musik\/Theater\/Film geh\u00f6rt, statt ein Konzert mit eingeschobenen Theaterelementen (zu werden).\u201c <\/em>Einige Monate sp\u00e4ter trafen sich Mark und Kate mit Dick Bird, einem hochkar\u00e4tigen B\u00fchnenbildner: <em>&#8222;Ich hatte bereits eine seiner Produktionen gesehen, und seine Arbeit ist h\u00f6chst fantasievoll.&#8220;\u00a0 <\/em>Er erschien zu dem Termin mit einer gro\u00dfen wei\u00dfen Schachtel, in der sich ein detailgetreues Modell des vorgeschlagenen Veranstaltungsortes befand sowie das einer ma\u00dfstabsgetreuen kleinen Figur, um die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse darzustellen. Die Location wirkte dabei vergleichsweise riesig, wie ein Flughafenhangar, womit Kate Bush sich gar nicht wohlf\u00fchlte. Daher schlug Mark eine Alternative vor.<\/p>\n<p>Das Eventim Apollo (ehemals Hammersmith Odeon und bekannterma\u00dfen Schauplatz der Londoner \u201eTour of Life\u201c-Konzerte) war bereits mehrfach im Gespr\u00e4ch gewesen, man hatte es jedoch immer wieder verworfen. Unter anderem deshalb, weil es renoviert werden musste, was im Laufe des Jahres 2014 geschehen sollte. In London gibt es allerdings nur wenige Veranstaltungsh\u00e4user mittlerer Gr\u00f6\u00dfe: <em>\u201eSie sind alle entweder sehr klein oder sehr gro\u00df, was beides unsere Bed\u00fcrfnisse nicht erf\u00fcllte.\u201c<\/em> Daher fragte Kate Bush schlie\u00dflich doch beim Apollo nach, und erfreulicherweise waren nicht nur die Renovierungsarbeiten beinahe abgeschlossen, sondern ihre Wunschtermine waren ebenfalls noch frei \u2013 fast, als habe das Theater nur auf sie und ihr Projekt gewartet! <em>\u201eWieder nach Hammersmith zur\u00fcckzukehren, war ein merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl.\u201c<\/em> Obgleich das Theater noch voller Handwerker war und die Zimmermannsn\u00e4gel aus dem Boden ragten, f\u00fchlte man sich sofort wieder heimisch. Es war bereits zu erahnen, wie sch\u00f6n das ehemalige Lichtspielhaus, das in den 1930er Jahren erbaut wurde, nach Fertigstellung aussehen w\u00fcrde. Dass die B\u00fchne eine ehemalige Kinoleinwand ist, kam Kate Bush sehr entgegen. <em>\u201eSie besitzt einen sehr hohen B\u00fchnenrahmen, also genau das, was wir f\u00fcr einige Elemente der Show brauchten. Hier gab es die perfekten Voraussetzungen f\u00fcr unsere untergehende Sonne und unseren wundersch\u00f6nen Nachmittag.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2948\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook3.jpg\" alt=\"tourbook3\" width=\"400\" height=\"334\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook3.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/tourbook3-300x250.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Einen wesentlichen Beitrag zur Durchf\u00fchrung des Projektes leistete Kates Sohn Bertie. <em>\u201eOhne seine Ermutigungen und seinen Enthusiasmus (&#8230;) h\u00e4tte ich bestimmt einen R\u00fcckzieher gemacht. Er war mein Hauptberater, mein Redakteur und mein Vertrauter.\u201c<\/em> Und so war es selbstverst\u00e4ndlich, dass auch Albert eine wesentliche Rolle auf der B\u00fchne \u00fcbernehmen w\u00fcrde, \u201e<em>soweit sich dies mit seinen schulischen Verpflichtungen vereinbaren lie\u00df.\u201c <\/em>Der Grund, warum man sich f\u00fcr nur einen einzigen Veranstaltungsort f\u00fcr s\u00e4mtliche Vorstellungen entschied, ist den ehrgeizigen theatralischen Ideen geschuldet, die man nicht so ohne weiteres einpacken und transportieren konnte. Stattdessen machte man sich den vorhandenen Raum zu Eigen, um darin verschiedene \u201eWelten\u201c zu kreieren \u2013 durch Musik, Film, Theater, Puppenspieler und einige menschliche Akteure. <em>\u201eIhr werdet wohl nie erfahren, wie viel Zeit, Aufwand und Sorgfalt in dieses Projekt geflossen sind \u2013 f\u00fcr Euch, unser liebes Publikum.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>The Ninth Wave<\/h3>\n<p><em>\u201eDies war der tats\u00e4chliche Ausgangspunkt. Das Aufregende an der Einbindung von Ninth Wave und Sky of Honey ist, dass sie zwei erz\u00e4hlerische St\u00fccke sind.\u201c <\/em>Eine Umsetzung als \u201eTheaterst\u00fcck\u201c bot sich daher an. <em>\u201eMir gefiel die Tatsache, dass sie im Gegensatz zueinander standen. Eines ist dunkel und klaustrophobisch: eine arme Frau, die im Meer um ihr Leben k\u00e4mpft. Das andere ist eine Reise aus Licht und Vogelstimmen an einem Sommertag.\u201c<br \/>\n<\/em>Film und B\u00fchnenarbeit miteinander zu verbinden, war eine der ersten Ideen. Die tats\u00e4chlichen Ereignisse der Geschichte sollten auf der Kinoleinwand gezeigt werden, w\u00e4hrend die Alptr\u00e4ume und Halluzinationen live auf der B\u00fchne stattfinden sollten:<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eDie Leinwand ist die Wirklichkeit,<br \/>\ndie B\u00fchne\u2026 der Traum.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Viele gute Ideen str\u00f6mten von allen m\u00f6glichen Seiten herbei, und Kates Projekt gl\u00fcckte auch durch so manch g\u00fcnstige F\u00fcgung. \u201eWatching You Without Me\u201c war das erste St\u00fcck, das bearbeitet wurde. Es sollte mit einer kurzen Dialogszene als Theaterfragment in die Musik eingebettet werden. Der Autor David Mitchell (\u201eChaos\u201c, \u201eDer Wolkenatlas\u201c) konnte daf\u00fcr gewonnen werden, diesen Dialog zu schreiben.<br \/>\n<em>\u201eDas Wrack im hinteren Bereich der B\u00fchne bei Ninth Wave musste eine ganz sch\u00f6ne Reise zur\u00fccklegen, bevor Dick (Bird) mit dem atemberaubenden Design kam, das wir verwenden. Zuerst war es eine Welle, dann ein Schiffswrack, bis es schlie\u00dflich jenes wundersch\u00f6ne Kunstwerk wurde (\u2026), sowohl eine Welle als auch ein Wrack, das durch seine Schlichtheit und seine Asymmetrie irgendwie eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Spannung vermittelt.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/confetti.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2971\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/confetti.jpg\" alt=\"confetti\" width=\"400\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/confetti.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/confetti-300x270.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Dass Kate \u201eThe Ninth Wave\u201c 30 Jahre nach der Komposition auf der B\u00fchne umsetzen w\u00fcrde, hatte sie sich nicht vorstellen k\u00f6nnen. Als \u201eHounds of Love\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde, hatte sie den Entwurf eines Drehbuchs f\u00fcr einen Kurzfilm geschrieben, der allerdings nicht realisiert werden konnte. Wie sich herausstellte, eignet sich das St\u00fcck auch eher f\u00fcr die B\u00fchne. <em>\u201eIch liebe Details, und das gesamte Team ging regelrecht darin auf. Ich wollte den Auszug aus Tennysons Gedicht (aus dem der Titel \u201aNinth Wave\u2018 stammt) auf den Papierst\u00fccken stehen haben, die zu fliegen beginnen, wenn wir uns in \u201aThe Ninth Wave\u2018 hinein bewegen. Dick Bird entdeckte Muster von Tennysons handschriftlichen Notizen und ahmte diese f\u00fcr das \u201ahandgeschriebene\u2018 Gedicht auf den Papierst\u00fccken nach.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein weiteres sch\u00f6nes Detail stellt das Glockenl\u00e4uten dar, das Kevin McAlea auf seinem Keyboard bei \u201eJoanni\u201c spielt. Er hat daf\u00fcr Aufnahmen der Kirchenglocken der Kathedrale in Rouen verwendet, die auch am Tag der Heiligen Johanna, der Jungfrau von Orleans, gel\u00e4utet werden.<\/p>\n<h4>Die Leinwand ist die Wirklichkeit, die B\u00fchne in Pinewood mit dem 20 Fu\u00df tiefen Innentank ist der \u2013 Brrrrrr!<\/h4>\n<p><em>\u201eBrrrrrr, in der Tat. Allein daran zu denken, l\u00e4sst mich Erschauern. Mit Ideen ist das so eine Sache. Sie m\u00f6gen sich ja zun\u00e4chst gut anh\u00f6ren, aber oft sind sie von ihrer tats\u00e4chlichen Umsetzung sehr weit entfernt.\u201c<br \/>\n<\/em>Was als interessante Idee begann, n\u00e4mlich Filmszenen f\u00fcr \u201eThe Ninth Wave\u201c in einem Wassertank zu filmen, entpuppte sich als langatmige und \u00fcberaus anstrengende Erfahrung. Diese erinnert bestimmt nicht nur zuf\u00e4llig an die Geschichte des Maler-Models Elizabeth Siddal. Anno 1852 posierte Siddal bewegungslos in einer wassergef\u00fcllten Badewanne liegend f\u00fcr das Gem\u00e4lde \u201eOphelia\u201c von John Everett Millais \u2013 mit tragischen Folgen f\u00fcr ihre Gesundheit. Und auch Kate sollte sich in ihrem Wassertank eine leichte Unterk\u00fchlung einhandeln.<\/p>\n<p>Doch genug der pr\u00e4raffaelitischen Abschweifungen; Kate wollte bei ihren Aufnahmen unbedingt live singen, statt ein Playback zu verwenden, um die Stimmung ihrer Szene m\u00f6glichst authentisch einfangen zu k\u00f6nnen: <em>\u201eDoch soweit wir wissen, hat noch niemand live gesungen, w\u00e4hrend er flach auf dem R\u00fccken liegend in einem Wassertank treibt. Das Sound-Team hat sehr viel herumexperimentiert und Mikrofone in Fischgl\u00e4ser getaucht, von denen einige sofort kaputt gingen. Wenn man einen Mikrofon-Hersteller fragt, ob seine Ger\u00e4te wasserdicht sind, ist dieser nat\u00fcrlich dazu verpflichtet, nein zu sagen. Tats\u00e4chlich sind es ein paar davon trotzdem. (\u2026) Wir ben\u00f6tigten nat\u00fcrlich die bestm\u00f6gliche Sound-Qualit\u00e4t, da wir eine Hauptstimme aufnehmen wollten.\u201c<\/em><br \/>\nEine echte Herausforderung f\u00fcr das Sound-Team also. Man verwendete ein Galgenmikrofon als back-up, w\u00e4hrend die beiden Hauptmikrofone als Aufblasventile getarnt in die Schwimmweste eingearbeitet worden waren, die Kate bei den Aufnahmen trug.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/bfd2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2037\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/bfd2.jpg\" alt=\"bfd2\" width=\"400\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/bfd2.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/bfd2-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>\u201eNach etwa sechs Stunden, in denen ich in einem Tank zusammen mit einem kompletten Taucher-Team herumtrieb, ging eine ver\u00e4ngstigte Visagistin, die nicht schwimmen konnte und in nasser Kleidung herum waten musste, auf einmal in unserem 20 Fu\u00df tiefen Wassertank unter. W\u00e4hrend sie von einem heldenhaften Taucher und der gesamten Film-Crew gerettet wurde, von denen keiner auch nur nasse F\u00fc\u00dfe bekommen hatte, begann ich, mich ein klein wenig gereizt zu f\u00fchlen, und mir war sehr kalt.\u201c<\/em><br \/>\nKates Laune kippte also verst\u00e4ndlicherweise, nachdem das Filmteam auch noch nach gr\u00f6\u00dferen Wellen verlangte. Diese Wellen w\u00fcrden nicht nur die Live-Stimme \u00fcbert\u00f6nen, sondern es w\u00fcrde auch eher wie in einem Badezimmer klingen als nach dem Rauschen des Ozeans. Gr\u00f6\u00dfere Wellen wurden seitens der K\u00fcnstlerin also rigoros und in sehr, ahem, blumiger Sprache abgelehnt. Am Abend f\u00fchlte Kate sich unwohl, ihre Temperatur stieg an und sie bef\u00fcrchtete, sich eine Lungenentz\u00fcndung zugezogen zu haben. Am n\u00e4chsten Morgen lag sie mit Fieber im Bett, konnte die Dreharbeiten nicht fortsetzen und konsultierte schlie\u00dflich einen Arzt:<br \/>\n<em>\u201eUnser Hausarzt ist ein sehr gebildeter, wortgewandter Mann, dessen Redeweise angemessen ausdruckslos ist:<br \/>\n\u201aWo liegt denn das Problem?\u2019<br \/>\n\u201aIch war gestern in einem Wassertank und ich habe Fieber.\u2019<br \/>\n\u201aUnd warum waren Sie in einem Wassertank?\u2019 fragte er, ohne auch nur das geringste Zucken einer Augenbraue\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck war es keine Lungenentz\u00fcndung, und Kate durfte weitermachen, sofern sie nicht l\u00e4nger als h\u00f6chstens zwei Stunden im Wasser verbringen w\u00fcrde. <em>\u201eAlso konnten wir die Dreharbeiten vollenden und die Live-Stimme aufnehmen, doch dies war das erste Mal in all meinen Jahren voller hirnrissiger Ideen, in denen ich tats\u00e4chlich meine geistige Gesundheit in Frage stellte. Es war wirklich die anspruchsvollste Performance bisher.\u201c<\/em><\/p>\n<h4>Der blinde Mann und das Meer<\/h4>\n<p><strong>Kate Bush (KB): <\/strong><em>Also ich h\u00e4tte grunds\u00e4tzlich gerne eine neue Szene, in der der Schiffskapit\u00e4n einen Notruf sendet, um darzustellen, warum die Frau im Meer treibt. Etwas Kontext f\u00fcr <\/em>The Ninth Wave<em>. Es darf nur nicht zu Titanic-m\u00e4\u00dfig sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>David Mitchell (DM):<\/strong><em> In Ordnung. Wie w\u00e4re es, wenn sie bei einem Sturm \u00fcber Bord geht?<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Ah, ein Sturm ist nicht gut. Wir haben bereits eine Szene aufgenommen, in der es eine stille Nacht ist und der Mond am Himmel steht\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Dann ist die Frau einfach ausgerutscht und ins Meer gefallen. Plop.<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Dann w\u00fcrde sie rufen \u201aHey, Hilfe, ich bin reingefallen, fischt mich wieder raus!\u2019<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Aha \u2013 aber nicht, wenn sie sich an der Reling bewusstlos geschlagen h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Wenn sie sich bewusstlos geschlagen h\u00e4tte, w\u00e4re die zweite H\u00e4lfte von <\/em>The Hounds of Love<em> nur etwa drei Minuten lang.<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Ok, damit hast du Recht. Aber wenn es eine so ruhige Nacht ist, warum sendet der Kapit\u00e4n dann einen Notruf wegen seines sinkenden Schiffes?<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Mmm\u2026 was ist mit einem schweren Maschinenversagen? Das w\u00e4re sicher eine geeignete Entschuldigung daf\u00fcr, SOS zu senden.<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Ja, das w\u00e4re es, doch was f\u00fcr eine Art von schwerem Maschinenversagen w\u00fcrde au\u00dferdem dazu f\u00fchren, dass eine Frau \u00fcber Bord geht? Au\u00dfer\u2026 au\u00dfer wenn das Schiff auf einem Riff auf Grund l\u00e4uft\u2026 es rammt Rockall<\/em> [ein Felsen im Nordatlantik]<em>, und der Rumpf bricht? Ich w\u00fcrde nach Hubschraubern schreien, wenn ich dieser Kapit\u00e4n w\u00e4re.<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Ein Fels mitten im Atlantik ist mir etwas zu Titanic-m\u00e4\u00dfig. \u00dcbrigens, liegt Rockall nicht sowieso au\u00dferhalb der Reichweite f\u00fcr Seenotrettungs-Hubschrauber?<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> K\u00f6nnte sein, nehme ich an\u2026 von was f\u00fcr einer Art Schiff reden wir? Ein kilometerlanges Container-Schiff aus Shanghai? Eines dieser kleinen Kapselboote, die man f\u00fcr Weltumsegelungen benutzt? Oder so etwas wie die Jacht eines russischen Oligarchen?<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Containerschiffe h\u00e4tten eine Flotte von Rettungsbooten dabei, k\u00f6nnte ich mir vorstellen. Ich sehe die Frau auch nicht als den sportlichen Jachtbesitzerinnen-Typ. Und wie mitf\u00fchlend w\u00e4re das Publikum, wenn die Jacht eines russischen Oligarchen auf hoher See in Schwierigkeiten geriete?<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Das ist ein Gedanke. Was, wenn das ganze Hammersmith zu Jubeln beginnen w\u00fcrde, wenn sie unterginge? Das k\u00f6nnte einen diplomatischen Zwischenfall ausl\u00f6sen! Wie w\u00e4re es mit einem Fischtrawler?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Ja-ah.<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Du klingst nicht \u00fcberzeugt.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Was macht eine Frau \u2013 die mit einem Schiffsarchitekten verheiratet ist, wie du dich erinnerst \u2013 auf einem Fischtrawler, meilenweit entfernt von der K\u00fcste?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Vielleicht interessiert sie sich einfach <\/em>sehr<em> f\u00fcr Fisch?<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> [Schweigen.]<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Okay \u2013 also, sie ist eine Meeresbiologin, die\u2026 die Planktondichte oder die Tintenfischpopulation untersucht. Der Trawler ist eigentlich ein Forschungsschiff. Und es befindet sich nicht so weit drau\u00dfen wie Rockall, vielleicht eher bei den Scillies\u2026 oder auf halbem Weg zwischen England und Irland.<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Meeresbiologin ist nicht schlecht: aber lass uns den Schauplatz unspezifisch halten.<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> W\u00fcrde der Kapit\u00e4n die Koordinaten seines Schiffes nicht durchgeben, nachdem er \u201eMayday, Mayday, Mayday\u201c gerufen hat?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Vielleicht versucht er das, aber die Funkverbindung ist gest\u00f6rt, und er sagt: \u201eHier spricht Kapit\u00e4n <\/em>Zischundkrakel<em> von der <\/em>Rausch-Rausch<em>, Mayday, Mayday, wir sinken sehr schnell bei L\u00e4ngengrad <\/em>Fauch-Vier-Zisch-Sieben<em>, Breitengrad <\/em>Eins-Zwei-Schnapp-Knister-und-Knall<em>? Over.\u201c<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Das k\u00f6nnte ein wenig oberfl\u00e4chlich wirken, ein bisschen gek\u00fcnstelt.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Okay\u2026 Was w\u00e4re dann \u2013 was wenn er nicht sehen k\u00f6nnte?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Ein blinder Kapit\u00e4n, der f\u00fcr ein Forschungsschiff auf hoher See zust\u00e4ndig ist?<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> [ged\u00e4mpftes Murmeln] Der Kapit\u00e4n konnte noch sehen, als das Schiff den Hafen verlie\u00df, doch ein ungl\u00fccklicher Vorfall hat ihn inzwischen seines Augenlichts beraubt \u2013 und war der Anlasse f\u00fcr den Notruf.<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Guuuut. Etwas wie ein schleimtriefender Tentakel, der aus Sigourney Weavers Brustkorb hervorbricht, vielleicht\u2026 nein, nein, nein \u2013 wie w\u00e4re es damit: im Maschinenraum ist ein Feuer ausgebrochen, und eine Explosion hat dabei die Kabine in die Luft gejagt und ihn dabei geblendet! Wie bei dem Filmvorf\u00fchrer aus <\/em>Cinema Paradiso<em>. Das ist auch schon fast Homerisch. Hemingway-esque. Der blinde Mann und das Meer.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> \u201ealt\u201c!<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Oh, ich dachte es sei ziemlich frisch und originell.<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Nein, es hei\u00dft der \u201ealte\u201c Mann und das Meer. Aber wenn der Kapit\u00e4n blind ist, wie kann er dann sein Funkger\u00e4t bedienen und den Notruf-Kanal w\u00e4hlen?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Das ist knifflig. Warte \u2013 wie w\u00e4re es, wenn der Kapit\u00e4n sehen kann, aber seine Karten alle Feuer gefangen haben? Darum kann er seine Koordinaten nicht durchgeben. Darf ich fragen, was daran so komisch ist?<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Nichts. Ich musste nur Niesen. Okay: wir haben also ein Feuer im Maschinenraum, ein anderes im Funkraum, und alle Karten stehen au\u00dferdem in Flammen. Nicht unm\u00f6glich. Aber wir brauchen noch immer einen Grund, warum die Frau ins Wasser gefallen ist.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Ganz einfach: die Sendeanlage des Schiffs hat geblinkt, und die Frau ist kurz vor der Explosion auf den Antennenmasten hinaufgeklettert. Die Schockwelle hat sie vom Sendemasten geschleudert, sie flog durch die Luft, und <\/em>Platsch!<em> So. Wir haben ein sinkendes Schiff, eine Frau im Meer, einen verzweifelten Seenotruf, und in all dem Chaos bemerkt niemand \u00fcberhaupt, dass die Frau vermisst wird. Problem gel\u00f6st, oder wie? Hallo? Geht es dir gut?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB: <\/strong><em>Ich musste nur nochmal Niesen. Nun gut. Ja. Ich bin froh, dass die Crew eine Frau auf die Antenne hinaufgeschickt hat.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>DM:<\/strong><em> Meeresbiologen sind ein post-feministischer Haufen. Oder sie ist einfach die Geschickteste und hat einen Schraubenzieher.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong><em> Wenn ich es mir nochmal \u00fcberlege, sollte der Kapit\u00e4n vielleicht ein Amateur-Himmelsforscher sein, der an seinem Funkger\u00e4t h\u00e4ngt. Und der den Notruf nur <\/em>mith\u00f6rt<em>\u2026<\/em><\/p>\n<h4>A Sky Of Honey<\/h4>\n<p>Nachdem \u201eThe Ninth Wave\u201c vergleichsweise leicht umgesetzt werden konnte, widmete Kate sich \u201eA Sky of Honey\u201c, was sich als wesentlich schwierigeres Unterfangen entpuppen sollte. Nachdem der \u201eFeinschliff\u201c von Ninth Wave sie eine ganze Weile aufgehalten hatte, tat sie sich schwer damit, einen Einstieg zu finden: <em>\u201eEs ist ein viel abstrakteres St\u00fcck als Ninth Wave. Ich war sehr zufrieden mit den Himmels-Elementen im Hintergrund, doch was w\u00fcrde sich auf der B\u00fchne abspielen? Ich brauchte jede Menge \u201aStille\u2018 zwischen B\u00f6en von Bewegung, die sich allm\u00e4hlich aufbauen, bis im letzten Song Aerial die H\u00f6lle losbrechen w\u00fcrde.\u201c <\/em>Die Band sollte au\u00dferdem st\u00e4rker mit einbezogen werden. Dank eines weiteren Modells von Dick (Bird) konnte Kate die Idee umsetzen, die Musiker auf der einen B\u00fchnenseite zu platzieren, w\u00e4hrend auf der anderen die Theaterarbeit stattfand.<br \/>\n<em>\u201eUrspr\u00fcnglich ging es in Sky of Honey um die Verbindung zwischen Licht und Vogelgesang. Warum ruft das Licht ihren Gesang hervor? Warum bringt es sie zum Verstummen, wenn es erlischt (\u2026)? Es ging au\u00dferdem um den Beobachter. Uns, die wir die Natur beobachten. Uns, die wir da sind.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/maler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3216\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/maler.jpg\" alt=\"maler\" width=\"400\" height=\"293\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/maler.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/maler-300x219.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Sie beschloss, dass der Maler eine wesentlich bedeutendere Rolle in der Erz\u00e4hlung einnehmen sollte. Er w\u00fcrde in gewissem Sinne verantwortlich f\u00fcr den Himmel und die Ereignisse werden, die auf der B\u00fchne geschehen: <em>\u201eEine Art von \u201aPan\u2019-Figur. Ich wusste, dass Bertie perfekt f\u00fcr diese Rolle sein w\u00fcrde.\u201c<\/em><br \/>\nEine weitere Idee wurde umgesetzt: eine h\u00f6lzerne K\u00fcnstlerpuppe von der Gr\u00f6\u00dfe eines Kindes sollte \u00fcber die B\u00fchne wandeln und in die Ereignisse einbezogen werden. Letztendlich sollte diese Puppe jemanden darstellen, der nicht von dem Zauber gefangen genommen wird, der auf der B\u00fchne inszeniert wird: <em>\u201eSie sollte die Energie eines Tieres besitzen. Wie ein Welpe. Rasch zu \u00e4ngstigen, leicht erregbar, voller Leben und Instinkt.\u201c<br \/>\n\u201eWir besitzen ein au\u00dfergew\u00f6hnliches K\u00fcnstlermodell aus dem 18. Jahrhundert. Es hat eine wirklich au\u00dfergew\u00f6hnliche Energie. Es ist nat\u00fcrlich sehr abgenutzt, doch es hat gegliederte Finger und lediglich einen Holzklotz als Kopf. Mir gefiel die Vorstellung, dass die Holzpuppe keinen Gesichtsausdruck haben w\u00fcrde. Ich finde bei Puppen immer schwierig, dass sich ihre Gesichter nicht ver\u00e4ndern, aber das ist auch teilweise der Grund, warum sie so gruselig sein k\u00f6nnen.\u201c<\/em><br \/>\nProblematisch an dem Familienerbst\u00fcck war, dass es f\u00fcr die meisten Betrachter nicht als K\u00fcnstlerpuppe erkennbar sein w\u00fcrde. Man brauchte also ein etwas zeitgen\u00f6ssischeres Modell.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/puppe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3219 size-full\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/puppe.jpg\" alt=\"puppe\" width=\"400\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/puppe.jpg 400w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/puppe-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>\u201eIch hatte mit einer Puppenspielerin dar\u00fcber gesprochen, wie viele Leute wir ben\u00f6tigen w\u00fcrden, um die Puppe zu spielen, und sie hatte drei empfohlen, um die Details von Bewegung und Ausdruck erreichen zu k\u00f6nnen.\u201c <\/em>Dieser Vorschlag weckte Bef\u00fcrchtungen, es w\u00fcrde wirken, als werde die Puppe ausgeraubt, w\u00e4hrend sie von drei eifrig hantierenden Puppenspielern umgeben sei \u2013 wahrscheinlich nicht ganz zu Unrecht. Rob (Robert Allsopp?) schlug daher vor, die Puppe an einer Art Harnisch an der Vorderseite eines einzelnen Puppenspielers zu befestigen. <em>\u201eIch konnte mir einfach nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. W\u00fcrde das nicht schwerf\u00e4llig aussehen? (\u2026)\u201c<\/em><br \/>\nKate war nahe daran, die Idee mit der Puppe wieder fallen zu lassen. Das kleine Holz-Mannequin auf ihrem Schreibtisch wurde f\u00fcr einige Monate in die Schublade verbannt. <em>\u201eBertie sagte mir immer wieder, dass ich falsch liege. Verwirf sie nicht. Das St\u00fcck braucht sie. Wie immer hatte er Recht, und schlie\u00dflich schrieb ich sie wieder hinein.\u201c<\/em><br \/>\nRob, der inzwischen ein Modell basierend auf seinem Einfall angefertigt hatte, lies Kate ein Kurzvideo seiner \u201eEin-Mann-Puppe\u201c zukommen: \u201e<em>Sie war einfach atemberaubend. So einfallsreich und so (vollkommen) mit ihrem Puppenspieler verbunden, mit einem riesigen Bewegungsspielraum. Sie konnte laufen, rennen, springen und sich drehen.\u201c<\/em><br \/>\nInzwischen gelangte man zu der Einsicht, dass Kate einen Kodirektor ben\u00f6tigte. Die Wahl fiel nach einigen \u00dcberlegungen auf den Theaterregisseur Adrian Noble, den ehemaligen Intendanten der Royal Shakespear Company. Obgleich gl\u00fccklich \u00fcber Nobles Zusage und seine offensichtliche Begeisterung dar\u00fcber, an ihrem Projekt mitzuwirken, plagten Kate einige Zweifel, ob es mit der Zusammenarbeit auch klappen w\u00fcrde: <em>\u201eAber w\u00fcrden wir auch miteinander auskommen? Noch immer etwas aufgeregt dar\u00fcber, dass er \u00fcbernehmen w\u00fcrde, hielt ich ihm eine t\u00fcchtige Standpauke, als wir uns trafen: \u201aMeine ganze Karriere \u00fcber musste ich darum k\u00e4mpfen, mir Geh\u00f6r zu verschaffen\u2026 die Leute denken immer, ich h\u00e4tte keine Ahnung von den Dingen, \u00fcber die ich spreche \u2026 ich m\u00f6chte auf keinen Fall, dass Sie hier einfach ankommen und alles an sich rei\u00dfen\u2019. Er sa\u00df sehr h\u00f6flich da w\u00e4hrend meiner Schimpftirade und warf mir den Blick zu, den ich so gut kenne: \u201aDie hat wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank\u2019.\u201c<\/em><br \/>\nLetztendlich entpuppte sich die Zusammenarbeit als \u00fcberaus angenehm und erfolgreich; Noble steuerte einige wesentliche Ideen bei. So sollte die Holzpuppe urspr\u00fcnglich hinter einer Leinwand die B\u00fchne betreten. Ihre \u201ePuppenwelt\u201c sollte einen Gegensatz zum Szenario auf der B\u00fchne bilden. Ein monderleuchteter Winterwald von Silberbirken sollte sich in einen sch\u00f6nen Sommernachmittag verwandeln, w\u00e4hrend sie die Schwelle auf die B\u00fchne \u00fcberschritt. Doch mit der neuen Methode, nur einen Puppenspieler zu verwenden, sah man nun, wie zwei Personen die B\u00fchne betreten statt einer Puppe, umringt von mehreren Puppenspielern. Das urspr\u00fcngliche Bild war so nicht mehr stimmig.<br \/>\nNoble schlug vor, stattdessen ein riesiges Tor im hinteren Bereich der B\u00fchne zu installieren, zwischen dessen Fl\u00fcgeln die Puppe klein und verletzlich wirken w\u00fcrde: <em>\u201eDas war doch ein wunderbarer Einfall, nicht wahr? Wir haben nun gro\u00dfe T\u00fcren, die ein wenig von den T\u00fcren inspiriert wurden, die ich zu Hause habe. Alte maurische T\u00fcren.\u201c <\/em>Und der erfahrene Regisseur hatte noch weitere gute Einf\u00e4lle: den Wald, der auf dem Gem\u00e4lde erscheint. Die B\u00e4ume, die am Ende des St\u00fcckes wieder auftauchen. Das Fernsehger\u00e4t, dass in dem Zimmer f\u00fcr \u201eWatching You Without Me\u201c hin- und her schwingt: <em>\u201eDas sind nur einige der Glanzst\u00fccke, die Adrian mitgebracht hat. Adrian war es auch, der Kevin Doyle entdeckte, unseren Himmelsforscher in \u201aThe Astronomer\u2019s Tale\u2019. (\u2026) Was f\u00fcr eine gro\u00dfe Ehre, die Gelegenheit zu haben, mit ihm zu arbeiten. Was f\u00fcr eine Ehre, mit jedem einzelnen Mitglied dieses au\u00dfergew\u00f6hnlichen Teams zu arbeiten.\u201c<\/em><br \/>\nF\u00fcr die Proben zog sich das Team auf ein ehemaliges Schulgel\u00e4nde mit einem sch\u00f6nen alten Haus und verschiedenen Nebengeb\u00e4uden zur\u00fcck. Die ersten Wochen \u00fcber arbeitete die Band in einem der Geb\u00e4ude, w\u00e4hrend der Theaterk\u00fcnstler Basil Twist in der Turnhalle mit den wahrhaft atemberaubenden \u201eSeiden-Wellen\u201c und den Puppenspielern \u00fcbte. Die Chorproben fanden in der Synagoge statt. Mark Henderson setzte seine Beleuchtungsdesigns im Haus um. Dick Bird besch\u00e4ftigte sich mit Malerarbeiten und den B\u00fchnenbildern, und alles dr\u00e4ngte sich um seine B\u00fchnenmodelle, um sie zu bestaunen.<em><br \/>\nWir konnten alle zwischen den einzelnen Abteilungen hin- und her flitzen und bekamen so einen \u00dcberblick \u00fcber das Gesamtprojekt, w\u00e4hrend es sich entwickelte.\u201c<\/em><br \/>\nDavid Taraskevics, Simon Marlow, Keely Myers und George Sinclair stellten sich den st\u00e4ndig wachsenden Herausforderungen einer komplexen technischen Show. Kost\u00fcmdesignerin Brigitte Reiffenstuel k\u00fcmmerte sich um die Anproben in den ehemaligen Kunstr\u00e4umen der Schule.<br \/>\n<em>\u201eEs war ein enorm kreativer und ungew\u00f6hnlicher Platz. Manchmal arbeiteten wir mit der Band an Sky of Honey und h\u00f6rten die (Stimmen der) Ringeltauben von den Keyboards, und wenn wir hinausgingen, um eine Pause zu machen, h\u00f6rten wir die echten Ringeltauben in den B\u00e4umen rund um das sch\u00f6ne Schulgel\u00e4nde rufen. Wir waren alle traurig dar\u00fcber, diesen Ort zu verlassen. Er war unser Zuhause geworden.\u201c<\/em><br \/>\nEbenso faszinierend gestalteten sich die Vorbereitungen des eigentlichen Veranstaltungsorts, des Hammersmith Apollo:<br \/>\n<em>\u201eDas gesamte Team war vor Ort, und jeder starrte mit m\u00fcden, aber gl\u00e4nzenden Augen durch die raucherf\u00fcllten Lichtstrahlen auf riesengro\u00dfe fliegende V\u00f6gel (\u2026) Drei komplette Sitzreihen waren ausgebaut und durch Tische voller Computerbildschirme ersetzt worden f\u00fcr die Projektionen und das Beleuchtungsdesign (\u2026) Manchmal war das Theater erf\u00fcllt von Glockengel\u00e4ut oder dem Wirbeln eines Schwirrholzes, w\u00e4hrend das Soundteam die Klanglandschaft f\u00fcr das Surround-Sound-System zusammenstellte.\u201c<\/em><br \/>\nEs muss zweifellos eine gro\u00dfartige Erfahrung gewesen sein, die Show St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck entstehen zu sehen. Ideen und Vorstellungen, die monatelang als Notizen und Fotografien in Ordnern abgeheftet waren, wurden durch ein engagiertes Team auf der B\u00fchne umgesetzt und zum Leben erweckt. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete selbstverst\u00e4ndlich die Band. Es hatte einige Zeit in Anspruch genommen, die passenden Musiker zu finden und zusammenzubringen:<br \/>\n<em><a href=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/dvd.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2496\" src=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/dvd.jpg\" alt=\"dvd\" width=\"400\" height=\"254\" srcset=\"http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/dvd.jpg 620w, http:\/\/morningfog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/dvd-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>\u201eIch kann mir keine bessere Gruppe von Musikern vorstellen, oder entz\u00fcckendere, goldigere Menschen:<br \/>\nKevin McAlea (Keyboards, Akkordeon, Uilleann Pipes), der einzige von der Originalbesetzung der letzten Tour (\u2026); Jon Giblin (Bass), meinen lieben Freund und Kollegen beim gr\u00f6\u00dften Teil der Alben; Omar (Hakim \u2013Drums), das \u201eHerz\u201c der Band (\u2026); Mino (Cinelo), der Magier an den Percussions, immer mit einem breiten L\u00e4cheln im Gesicht;<br \/>\nDavid Rhodes (Gitarre), der musikalische Lichtstrahl, zu dem ich immer zur Best\u00e4rkung hin\u00fcber blicke; Frissi (Karlsson \u2013 Gitarre, Bouzouki, Charango), der isl\u00e4ndische Winnie Pooh, der musikalischen Honig sammelt (\u2026); Jon Carin, ein \u201ewizard of sampled sound\u201c, der f\u00fcr mich als Hauptstimme einsprang, wenn ich einen Schritt zur\u00fccktreten musste, um die Arrangements anzuh\u00f6ren oder vor Ersch\u00f6pfung (\u2026) zusammenklappte!\u201c<br \/>\n\u201eWir sind alle sehr stolz auf den Surround-Sound, und dank Greg (Walsh \u2013 Sound Designer und FOH Engineer), der auf einem High Tech System bestand, sp\u00fcren wir nun, dass wir tats\u00e4chlich etwas ganz Besonderes haben. Wir wollten das Publikum in die beiden Welten eintauchen lassen, ihm wirklich das Gef\u00fchl geben, Teil der Show zu sein. James Drew (Sound FX Consultant) hat eine FX-Klang-Kulisse erschaffen, die dabei hilft, den Erz\u00e4hlungen wirkliche Tiefe zu verleihen.\u201c<\/em><br \/>\nUnd so leisteten viele flei\u00dfige H\u00e4nde ihren Beitrag zu \u201eBefore the Dawn\u201c, einer Show, der man nicht einmal mit der Aufz\u00e4hlung s\u00e4mtlicher Superlative aus Kates fr\u00fchem Hit \u201eWow\u201c gerecht wird. Wann immer ich mich an jenen 2. September 2014 im Eventim Apollo erinnere, f\u00fchle ich noch immer \u00fcberw\u00e4ltigt und dankbar und von dem Wunsch beseelt, diesen Abend noch einmal erleben zu d\u00fcrfen. Kate Bush und ihrer Crew ist es nicht nur auf einzigartige Weise gelungen, Live-Musik mit Erz\u00e4hlung, Theater- und Filmelementen zu verbinden. Sie haben es au\u00dferdem zu Wege gebracht, mit ihrem Publikum in unbeschreiblicher Intimit\u00e4t und tiefer N\u00e4he zu verschmelzen. Ein gro\u00dfes Geschenk von unsch\u00e4tzbarem Wert, f\u00fcr das sich sowohl K\u00fcnstler als auch Zuschauer gl\u00fccklich sch\u00e4tzen \u2013 eine Erfahrung, die wohl niemand jemals wieder vergessen wird, der mit dabei sein durfte. Zum Abschluss m\u00f6chte ich noch einmal Kates Sohn Albert \u2013 Bertie zu Wort kommen lassen, der es auf den Punkt bringt:<br \/>\n<em>\u201eIch f\u00fchle mich so privilegiert, an diesem Projekt mitarbeiten zu k\u00f6nnen, und ich habe versucht, mir meinen Platz darin zu verdienen. Meine Mutter ist die talentierteste Person (\u2026). Sie und der Rest der Fellowship haben hier etwas wirklich Besonderes erschaffen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ja.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Before the dawn \u2013 zu Beginn eine pers\u00f6nliche Impression Von Beate Meiswinkel Platz 58, Reihe L, Circle Block 2. Es ist der 2. September 2014, und ich sitze kerzengerade und in einem Gef\u00fchlszustand irgendwo zwischen euphorischem Freudentaumel und tiefster Ersch\u00fctterung im Londoner Eventim Apollo. In diesem Moment schweben die letzen Kl\u00e4nge von \u201eHello Earth\u201c durch &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"http:\/\/morningfog.de\/?page_id=2943\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2943","page","type-page","status-publish","hentry","nodate","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2943"}],"version-history":[{"count":12,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2943\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3377,"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2943\/revisions\/3377"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/morningfog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}